(openPR) 30 Jahre DTB-Pokal in Stuttgart, das sind 30 Jahre großartige Turnkunst. Egal ob Mannschaftswettbewerb, Mehrkampf oder nur Spezialisten an den einzelnen Geräten - immer wieder hat es der Veranstalter STB geschafft, das Reglement dem Zeitgeist an-zupassen. Nur so wurde der DTB-Pokal zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte.
1983
Die Hanns-Martin-Schleyer-Halle war gerade ein paar Wochen alt, als die Turner im Oktober 1983 von Stuttgarts neuer Arena Besitz ergriffen. Wie so viele andere Sportarten wollte der Schwäbische Turnerbund (STB) mit dem DTB-Pokal die neue Bühne nutzen, um eine internationale Veranstaltung zu etablieren. Der Mannschaftswettkampf, der zuvor in Ingelheim und Wiesbaden in einfachen Turnhallen stattgefunden hat, wurde vom umtriebigen STB-Geschäftsführer Robert Baur und seinem Team völlig neu präsentiert.
Die „Welt“: „Der DTB-Pokal ist aus seinem Mauerblümchendasein herausgetreten und hat eine deutliche Aufwertung erfahren.“
„FAZ“: „Das Turnen hat in Stuttgart eine neue Dimension erreicht.“
1984
Neues Wettkampfformat: Statt des Teamwettbewerbes mussten die Turner und Turnerinnen zuerst einen Mehrkampf absolvieren, um sich dann für die Gerätefinals zu qualifizieren.
1993
Anfang der 1990er Jahre geriet der Mehrkämpfer ein wenig ins Hintertreffen, die Turner, und auch das Publikum, begeisterten sich mehr für die atemraubenden Vorträge der Spezialisten an den einzelnen Geräten. Entsprechend wurde das Format 1993 geändert. Die drei weltbesten Turner einer Rangliste waren gesetzt, fünf weiter mussten sich fürs Finale qualifizieren. Und die zwei besten Finalisten mussten im sogenannten Winners Final noch einmal gegeneinander antreten.
Jürgen Dieckert, DTB-Präsident: „Dieser Stuttgarter Modus ist ein phantastischer Weg, das Turnen besser verkaufen zu können.“
1996
Optisch noch einmal attraktiver wurde das Winners Final von 1996 an. Die beiden Finalisten mussten sich nach ihren Übungen auf ein Podest stellen, das sich dann langsam in die Höhe erhob. Wessen Gabelstapler zuerst anhielt, war Zweiter.
1997
Die Bezeichnung „Wimbledon des Turnens“, die heute immer noch im Zusammenhang mit dem DTB-Pokal gebraucht wird, kommt zustande. Iwan Iwankow, erfolgreicher russischer Turner sagte: „Der DTB-Pokal in Stuttgart ist eines der Prestigeturniere der Welt – eine Art Wimbledon des Turnens.“
1998
Der DTB-Pokal wird immer beliebter:
Robert Baur, STB-Geschäftsführer, 1998: „Wir mussten wohl oder übel einigen Interessenten absagen, teilweise standen bis zu 27 Leute an einem Gerät auf der Liste für die Qualifikation.“
Igor Korobtschinski, erfolgreicher ukrainischer Turner: „Es ist fast schwieriger in Stuttgart einen Startplatz zu bekommen als bei Weltmeisterschaften.“
2004
Dank eines kleinen Kraftpaketes aus Wetzlar erreichte der DTB-Pokal im Jahr 2004 neue Bestmarken. Noch nie war das Interesse des Fernsehens so groß. Deutschland war im Fabian-Hambüchen-Fieber. ARD, ZDF und auch RTL übertrugen aus der Schleyerhalle, 24,82 Millionen Zuschauer sahen allein in Deutschland Turnen.
2005
Im Vorfeld der Weltmeisterschaften in Stuttgart wollten so viele Turner und Turnerinnen wie noch nie die Halle kennenlernen. 48 Frauen und 92 Männer haben sich für den DTB-Pokal 2005 gemeldet. Die Halle drohte zu bersten.
2007
Zur 25. Austragung im Jahr 2007 gab’s keine Veränderungen im Format, dafür der Lokalität. Vier Wochen nach den Weltmeisterschaften versammelte sich die Turnfamilie statt in der Schleyerhalle in der neuen Porsche-Arena. Zudem schwang sich die EnBW nach den erfolgreichen Titelkämpfen auch beim DTB-Pokal zum Titelsponsoring auf.
2008
2008 gab’s zum DTB-Pokal noch die Champions Trophy. Acht Mehrkämpfer gingen an die Geräte. Wie schon 25 Jahre davor.
2009
Aus dem neuen Format wird eine Serie, mit Stationen in Frankfurt, Berlin, Hannover und Stuttgart. Maxim Dewiatkowski freute sich nicht nur über den Sieg in der Endabrechnung, sondern auch über den Mercedes SLK, die Prämie für den Gewinner.
2011
Schließlich wurde das Format zum Weltcup weiterentwickelt. Mit den vier Stationen in Tokio, Glasgow, Stuttgart und einem Ort in den USA. Außerdem fand die Premiere des Teamwettkampfes, als zweites, vom Weltcup unabhängiges Turnier, statt.
„Stuttgarter Nachrichten": „Der erstmals ausgetragene Teamwettbewerb hat voll überzeugt. Weil er denen eine Plattform gibt, die beim Weltcup außen vor bleiben: Gerätespezialisten und Nationalturnern ebenso wie dem Nachwuchs und Talenten aus der Region.“
2012
Die Meldungen für die Serie 2012 zeigen, dass die Idee Weltcup angekommen ist. Beim 30. DTB-Pokal ist die absolute Weltspitze in Stuttgart dabei. Einige Olympiagewinner und -teilnehmer werden an die Geräte gehen.












