(openPR) Christian F. Kintz versteht die Malerei als einen Prozess, in dem sich Farbe und Oberfläche durch den kontinuierlichen Auftrag vieler Schichten entwickeln. Während sich auf den ersten Blick vielleicht noch der Begriff der monochromen Malerei anbietet, löst sich der monochrome Farbeindruck bei näherer Betrachtung auf. Die Leinwandbilder bestehen nicht aus einem homogenen Farbton, vielmehr geben die zahlreichen übereinander liegenden und glatt gespachtelten Farbschichten von der Seite aus betrachtet den Blick auf das dickflüssig hervortretende Farbmaterial frei und machen die Entstehung des Bildes als Prozess sichtbar. Die Farbentscheidungen werden nach einer ersten Festlegung für eine Ausgangsfarbe Schicht für Schicht aufs Neue getroffen. Der Künstler arrangiert die Bilder unterschiedlicher Formate und Farbgebung zu wandfüllenden Gruppierungen, Reihungen und Gegenüberstellungen und setzt ihre reduzierten, aber von einer starken Präsenz charakterisierten Oberflächen zueinander in Beziehung.
Die in den letzten Jahren neu entstandenen Objekte bewegen sich im Grenzbereich zwischen Malerei und Skulptur und lassen direkte Impulse aus der Minimal Art und dem Abstrakten Expressionismus erkennen. Die Verwendung industriell gefertigter Aluminiumkuben begegnet dem expressiven Farbauftrag. Gelenkt durch Farbmenge und verschiedene Techniken des Auftragens sucht sich die Farbe außen und im Inneren des Kubus ihren Weg in alle Richtungen und häuft sich zu organischen Ansammlungen sich vermischender Farbmasse an.
Auch mit den Objekten aus seiner aktuellen Werkreihe zeigt Kintz unter Verwendung neuer, vorgefundener Formen und unterschiedlicher Farbmaterialien im impulsiven, gestischen Ausdruck Farbe nicht nur als visuelle Erscheinung, sondern vor allem als Stoff, dem eine physikalische Präsenz innewohnt.
Christian F. Kintz wurde 1968 in Freiburg i. Breisgau geboren und hat zunächst in Freiburg (1989-93 Freie Akademie für Bildende Kunst), anschließend in Hamburg (1993-98 Hochschule für Bildende Künste), u. a. bei Prof. Franz Erhard Walther, studiert. Seine Werke, zu denen neben den Leinwandbildern und Objekten auch Wallpaintings, Fotografien und Prints zählen, werden international ausgestellt und befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen (u. a. Haus Konstruktiv/Zürich, Konst pa Andersen/Stockholm, Museum gegenstandsfreier Kunst/Otterndorf, Ege Kunst- und Kulturstiftung/Freiburg).
Ab Januar 2013 werden seine Arbeiten in der Ausstellung „Farbe hoch 3“ im Museum gegenstandsfreier Kunst Otterndorf zu sehen sein.
Eröffnung am Freitag, 23.11.2012, 18-21 Uhr
Ausstellung vom 24. November bis 19. Dezember 2012:
Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr u.n.V.











