(openPR) Die MBDA Deutschland hat einen weiteren entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem Laserwirksystem zur Flugabwehr getan. Erstmals hat sie mit ihrem Hochenergie-Laserdemonstrator die komplette Funktionskette zur Abwehr von Raketen, Granaten und Mörsern (C-RAM, Counter Rocket, Artillery, and Mortar) nachgewiesen. Mit einer 40 kW Laserleistung wirkte der Laserdemonstrator erfolgreich gegen fliegende Ziele auf eine Distanz von über 2000 m.
Für die Tests wurde der Laserdemonstrator der MBDA Deutschland mit einer neuen, leistungsfähigeren und deutlich kompakteren sowie leichteren Optik ausgestattet und in einen verlegbaren Container integriert. Der Beleuchtungs- und Wirklaser wurde bei den Tests durch ein Radar (SPEXER™ 2000) und ein IR-Optroniksystem (MEOS II) von Cassidian voreingewiesen und im Feinbereich durch ein mehrstufiges Regelungssystem mit eigenentwickelter Bildverarbeitung auf dem Ziel gehalten.
Als Ziele wurden Granaten-Modelle verwendet, die in einer Höhe von 1600 m über Grund auf verschiedenen Flugbahnen geschleppt wurden. Die komplette Funktionssteuerung und Funktionsüberwachung sowie die Datenaufzeichnung, Sicherheitstechnik und visuelle Darstellung aller Ergebnisse wurden in einem verlegbaren Feuerleitzentrum aufgebaut und zusammen mit dem Laser im Einsatz gegen die Flugziele demonstriert.
Die Versuche fanden auf dem Gelände der WTD 52 in Oberjettenberg statt. Mit den guten Ergebnissen in diesem Jahr knüpft die MBDA Deutschland an die erfolgreichen Lasertests in den Jahren 2010 und 2011 an.
„Nach der Erweiterung der Laserleistung auf 40 kW im ersten Halbjahr, konnten wir nun den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem Hochenergie-Laserwirksystem zum Nächstbereichsschutz machen. Gleichzeitig haben wir damit unsere Führungsrolle auf dem Gebiet der militärischen Laseranwendungen in Europa weiter ausgebaut“, sagt Peter Heilmeier, Leiter Markt- und Geschäftsentwicklung bei der MBDA Deutschland.
Über 50 Gäste - darunter Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg), der Bundeswehr, des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), der EDA, des Bundeskriminalamtes, der GSG 9 der Bundespolizei sowie von verschiedenen Instituten und Unternehmen - überzeugten sich am 9. Oktober vor Ort von den erfolgreichen Ergebnissen.
„Es freut mich, dass unsere Fortschritte auf große Beachtung beim Kunden und in Fachkreisen stoßen. Mit den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten der Lasertechnologie sprechen wir nicht nur alle Teilstreitkräfte an, sondern erfahren auch Interesse außerhalb der Bundeswehr“, so Dr. Walter Stammler, Leiter Operations bei der MBDA Deutschland. „Wir wollen jetzt das System Schritt für Schritt weiter optimieren, in der Leistung erhöhen, gleichzeitig kompakter aufbauen und die verschiedenen Systemanwendungen demonstrieren.“










