(openPR) Idstein, November 2012 (pl/msch) - Am Sonntag, den 28.10.2012, fand auf Anregung von Takashi Endo, einem japanischen Sprachtherapeuten, ein Treffen zum Austausch über Sprachstörungen, sogenannte Aphasien, statt. Die Teilnehmer: Menschen aus Japan und Deutschland, die selbst an Aphasie leiden. Auf Einladung der japanischen Reisegruppe trafen sich die 33 japanischen Betroffenen und ihre Begleitpersonen mit deutschen Betroffenen und Angehörigen der Aphasie-Selbsthilfegruppen Idstein, Langen und Wiesbaden im InterContinental Hotel Frankfurt. Sie wurden von Prof. Dr. Norina Lauer und Prof. Dr. Tanja Grewe sowie drei Studierenden der Hochschule Fresenius begleitet.
Takashi Endo unternimmt alle drei Jahre mit Betroffenen und ihren Angehörigen Fernreisen, um sich mit anderen Menschen, die an Aphasie leiden, auszutauschen. Die Organisation und Umsetzung des Treffens erfolgte durch Hiroko Yamamoto in Kooperation mit Norina Lauer von der Hochschule Fresenius. Dabei hatten alle Beteiligten die Gelegenheit, sich vor allen Teilnehmern vorzustellen, was insbesondere für die von Aphasie betroffenen Teilnehmer eine spannende Herausforderung darstellte.
Nach japanischer Sitte wurden Visitenkarten und kleine Geschenke ausgetauscht, bevor sich die beiden Gruppen einander vorstellten, indem sie gemeinsam landestypische Lieder sangen oder Sprachrätsel lösten. Die Kommunikation der Teilnehmer aus Deutschland und Japan wurde unterstützt durch 14 ehrenamtliche und eine professionelle Dolmetscherin, die durch das Programm führte. Es entstand eine sehr angenehme und herzliche Atmosphäre. „Dass die japanischen Betroffenen trotz schwerer körperlicher und sprachlicher Behinderungen alle drei Jahre mit großem Engagement und Begeisterung ferne Reisen unternehmen, um sich mit anderen Betroffenen zu treffen und diesen Mut zu machen, hat mich besonders beeindruckt“, so Lauer.
Für die Studierenden der Hochschule Fresenius war es eine spannende Erfahrung, eine solche Veranstaltung mitzuerleben und Möglichkeiten des Umgangs mit der Aphasie durch die Betroffenen eines anderen Landes kennenzulernen.
Zwischen den deutschen und japanischen Sprachtherapeuten fand ein reger Austausch zu den landesspezifischen therapeutischen Möglichkeiten und den Selbsthilfestrukturen in Japan und Deutschland statt. Die Herzlichkeit der japanischen Gastgeber wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben und macht Mut, eigene Reisen zu planen sowie den Austausch mit Betroffenen anderer Regionen und Nationen zu suchen.
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