(openPR) Neuerdings konnte man aus den Statistiken des Bundesumweltamtes herauslesen, wie sich infolge des gestiegenen Umweltbewusstseins auch das Bild der Abfallentsorgung einschneidend verändert hat. Besonders gut kann man dies am Beispiel des Sperrmülls nachvollziehen.
Betrug dessen Gesamtvolumen im erst kürzlich wiedervereinten Deutschland noch 3,37 Mio. Tonnen, wovon satte 2,9 Mio. auf der Deponie verrotteten, ist diese Zahl heute auf knapp 2,44 Mio. t gesunken. Nicht nur das: Auch der Umgang mit alten Tischen, Stühlen und Teppichen hat sich seit Anfang der 90er Jahre extrem gewandelt. Wurden damals etwa zusammengenommen nur ca. 470.000 t oder 13 % des Gesamtvolumens einer stofflichen oder energetischen Wiederverwertung zugeführt, hat sich dieser Anteil heute auf nahezu 100% erhöht. Dabei ist der Anteil von Recycling und der Nutzung als industrieller Brennstoff heute ungefähr gleich hoch.
Der Gewinn liegt dabei bei allen. So brauchen die Industriegesellschaften nicht mehr zu horrenden Preisen ihre Rohstoffe in der Natur abzubauen und aus anderen Ländern einzuführen. Hölzer, Textilien und selbst Aluminium können dank des Recyclings stattdessen im Inland wesentlich günstiger erworben werden.
Allerdings scheint auch diese Form der Rohstoffgewinnung ihre Grenzen zu haben. Innerhalb der letzten zwanzig Jahre hat sich das Aufkommen von Sperrmüll um 930.000t pro Jahr vermindert. Man darf also auch vor dem volkswirtschaftlichen Hintergrund gespannt sein, woher man die nötigen Wertstoffe beziehen wird und wie sich Umweltschutz und Unternehmerinteressen zukünftig ergänzen können.
Quelle:
http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2320
http://turbo-entsorgung.de/entsorgung/hausmuell/sperrmuell-berlin.html
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2899.pdf









