(openPR) DÜSSELDORF. (Ceto) Mit einer kontroversen Diskussion startete heute das Zukunftsforum Tankstelle. 350 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beraten in der Düsseldorfer Classic Remise – einem Oldtimer-Tempel – die Zukunft der Branche. Heiß diskutiert wurde dabei die derzeitige Kraftstoffstrategie der Bundesregierung.
Eingeleitet wurde die Diskussion von Peter Phleps. Er forscht beim zur BMW-Gruppe gehörenden ifmo-Institut zu Mobilitätskonzepten der Zukunft. Ausgehend vom Bevölkerungswachstum geht er von einer Zunahme sowohl des allgemeinen als auch des individuellen Verkehrs aus. Fliegen, so eine seiner überraschenden Thesen, könnte dann wieder zum Luxus werden. Denn der hohe CO2-Ausstoß könnte zu einer verstärkten Besteuerung der Flugtreibstoffe führen.
Dem wiederum versucht die Luftfahrt-Branche mit biogenen Beimischungen entgegenzuwirken. Bis zu 50 Prozent könnten diese hier betragen, so eine Schätzung von Karsten Wilbrand, der bei Shell für Technologieprojekte zuständig ist. Shell ist inzwischen der weltweit größte Biosprit-Produzent, dank eines Joint Ventures in Brasilien, das jedes Jahr 2 Milliarden Liter Bioethanol aus Zuckerrohr produziert. Kleine Überraschung am Rande: Mit dem Jahr 2012 fördert Shell mehr Erdgas als Öl – denn auch hier sieht Shell kräftige Wachstumspotenziale.
Der Hauptgeschäftsführer des Zukunftsforum-Veranstalters UNITI, Elmar Kühn, kritisierte die Bundesregierung für die eindimensionale Förderung der E-Mobilität, der er keine große Zukunft prophezeit: „Eine Million E-Mobile bis 2020 sind nicht zu schaffen“, so Kühn. Stattdessen forderte er Technologiefreiheit bei der Förderung und sieht mit der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie einen guten Ansatz, bei dem alle Akteure und Fachleute der betroffenen Branchen in die Diskussion einbezogen werden. Wichtig sei, das Ziel zu verfolgen, nicht einzelne Technologien zu fördern.
Dem pflichtete Carsten Pohl, Geschäftsführer der Deutschen Tamoil, bei. Gleichzeitig brach er eine Lanze für Erdgas (CNG) als Kraftstoff, auch wenn es das aufgrund der noch geringen Kundenakzeptanz schwer habe. Thomas Kuhlmann hingegen verstand nicht, warum in der bisherigen Diskussion Autogas keine Rolle gespielt hat. „500.000 LPG-Fahrzeuge sind nicht wegzudiskutieren“, so der Vorstand der Westfalen AG. Johannes Wien, Referent im Bundesverkehrsministerium, lobte denn auch die Flüssiggas-Branche für ihr Engagement, die konsequent die Steuererleichterungsmodelle der Bundesregierung genutzt habe.
Das Tankstellenforum wird heute Nachmittag mit den Themen bargeldlose Bezahlsysteme sowie Energiesparmöglichkeiten an der Tankstelle fortgesetzt. Morgen geht es dann um Shopkonzepte. Vorher jedoch, nämlich heute Abend, wird gemeinsam mit dem Magazin „Tankstelle“ die Tankstelle des Jahres“ gekürt.
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