(openPR) Interview mit dem Moderator der "Schlauberger-Gruppen" bei Brandschutzbetrieben.
Herr Westphal, was verbirgt sich hinter dem Wort ERFA-Gruppen?
ERFA-Gruppen sind moderierte Erfahrungsaustausch- und Arbeitskreise. Gesprächskreise in denen Brandschutzunternehmer, die nicht untereinander im Wettbewerb stehen, offen ihre Erfahrungen austauschen und diskutieren.
Ein Unternehmer hat viel zu tun und wenig Zeit. Was bringt die Teilnahme an einer ERFA-Gruppe?
Ziel der Arbeitskreise ist es, durch Beratungen im Kollegenkreis, Betriebsvergleiche - Stichwort Benchmarking - und Präsentationen von Praxis-Lösungen die Erfolgschancen der teilnehmenden Unternehmen dauerhaft zu verbessern. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch gepaart mit dem Input des Moderators ist eine permanente Betriebsberatung, eine Plattform für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Wie läuft ein ERFA-Gruppenmeeting ab?
Unsere Arbeitskreise treffen sich in der Regel zweimal pro Jahr je einen Tag. Die Themen bestimmen dabei im Wesentlichen die Teilnehmer, denn nur sie wissen genau, welche Themen ihnen unter den Nägeln brennen. Sie sind auch aufgefordert durch Kurzreferate ihre Problemstellungen und Lösungen einzubringen. Im Mittelpunkt steht der Erfahrungsaustausch. Darüber hinaus werden einzelne Themen vertieft bzw. gesondert behandelt: Einzel- oder gemeinsame Ziele und Maßnahmen für das Folgejahr, Strategie-Entwicklung für Handel und Service, aktuelle Markt-Situation, Personalmanagement, Akquisition, Einkauf, Lager, Software, Unternehmensvergleich etc.
Welche Informationen werden getauscht?
Alle Informationen, die für eine erfolgreiche Führung eines Unternehmens erforderlich sind. Wichtig ist hier die Offenheit und das Engagement jedes einzelnen Teilnehmers. Erleichtert wird dies dadurch, dass ein strikter Konkurrenzausschluss in der Gruppe herrscht.
Welche Aufgaben haben Sie als Moderator?
Die Aufgaben des Moderators bzw. Beraters sind die fachliche und organisatorische Vorbereitung der Veranstaltungen, die Leitung und Durchführung und die Nachbereitung. Zur Nachbereitung gehört ein ausführliches Protokoll und die weitere telefonische und schriftliche Unterstützung bzw. Beratung der Teilnehmer über die Veranstaltungen hinaus. Der Moderator bringt natürlich seinen persönlichen Erfahrungsschatz ein, schlägt Themen vor, lädt Fachreferenten für Sonderthemen ein und initiiert Unternehmensvergleiche.
Welche Kompetenzen bringen Sie als Moderator mit?
Berufspraxis. Ich war über 13 Jahre Unternehmer mit einem Großhandelsfachbetrieb bevor ich 1995 als Wirtschaftsberater mit den Schwerpunkten Strategie und Marketing mein Büro eröffnet habe. Von Haus aus bin ich Großhandelskaufmann und Diplom Betriebswirt (FH) mit Zusatzausbildungen als Verkaufs- und Teamtrainer und Berater bei Persönlichkeitsentwicklungen.
Kommt es nicht auch auf die „persönliche Chemie“ an?
Die „Chemie“ zwischen den Teilnehmern und dem Moderator, aber auch unter den Teilnehmern ist sehr wichtig. Es muss Vertrauen da sein. Nur Vertrauen kann natürlich nicht beim ersten Treffen verordnet werden, es muss wachsen. Dazu ist es auch wichtig, dass neue Arbeitskreismitglieder nur einstimmig aufgenommen werden können.
Gibt es messbare Erfolge?
Ein großer Erfolg ist mit Sicherheit der, dass einige unserer Arbeitskreise seit Jahren bestehen. Das funktioniert nur durch eine hohe Qualität in der Leitung der Arbeitskreise und dadurch, dass den Teilnehmern echter Nutzen geboten wird. Messbare Erfolge bei den Teilnehmern sind in den vielen kleinen Informationen aus den Erfahrungen aller Teilnehmer zu sehen. Auch in der Vermeidung von Fehlern, weil ein Kollege es bereits ausprobiert hat, liegen Erfolge, die nicht zu unterschätzen sind.
Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Die Kosten unterteilen sich in Teilnahmegebühren je Gruppenmitglied sowie die Sachaufwendungen für Tagungspauschale, Übernachtung, Garage etc. Je Brandschutzunternehmen, können max. zwei Personen teilnehmen.
Für wen empfiehlt sich die Teilnahme an einem Arbeitskreis?
Auf jeden Fall für den Chef oder Inhaber und für seinen mitarbeitende Ehefrau, aber natürlich auch für den Betriebsleiter. Um Kontinuität sicher zu stellen sollten immer die gleichen Personen aus den Unternehmen teilnehmen. Das schafft Vertrauen und Akzeptanz bei den Gruppenmitgliedern.
Welche Vorraussetzungen muss ein Teilnehmer mitbringen?
Offenheit ist eine wichtige Voraussetzung, Engagement eine andere, Bereitschaft zum Mitmachen und sich Einbringen. Ein Arbeitskreis lebt von den Teilnehmern. Wichtig ist, dass viele Informationen fließen, denn dann wird der Nutzen für jeden Einzelnen am schnellsten deutlich.
Wo treffen sich ihre Grupen?
Die Brandschutzbetriebe treffen sich in den Regionen Mitte, Südwest und Süd. Das ist in den Großräumen Würzburg, Stuttgart und München. Die Tagungen finden in ausgesuchten Tagungshotels statt. Die Teilnehmer reisen aus bis zu 180 Kilometer Entfernung an.
Vielen Dank für das Gespräch.











