(openPR) „Ich habe seit Jahren beobachtet, dass die Anzahl von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) gering ist. Um dies zu ändern und die Teilhabe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund und auch von Migrantenorganisationen im FSJ als potenzielle Einsatzstellen zu erhöhen, habe ich das Projekt FSJ meets MOs entworfen“, schildert Tülay Arslan, Teamleitung der Freiwilligendienste Mainz, ihre Beweggründe zur Konzeption eines völlig neuen Projektes, das zum 01.10.2012 in Mainz startete.
Ihre Idee ist einfach und doch genial: Junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die aktuell ein FSJ absolvieren, sollen mehrere Tage innerhalb der Bildungseminarwochen in Migrantenorganisationen im Raum Mainz / Mainz-Bingen / Bad Kreuznach und Worms eingesetzt werden und diese ganztags ehrenamtlich unterstützen.
Den individuellen Vorstellungen der jeweiligen Einrichtung entsprechend, wären Hilfstätigkeiten wie zum Beispiel Renovieren von Büroräumen, Erstellen einer Homepage, Unterstützung bei Sprachkursen oder ähnliche Tätigkeiten denkbar.
Die Migrantenorganisationen leiten die FSJlerInnen bei ihren Arbeiten an und stellen nur die dafür erforderlichen Materialien zur Verfügung. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen des IB im Gegenzug, besuchen die FSJlerInnen und die Organisationen an diesen Tagen.
Bei Bedarf erhalten die Migrantenorganisationen selbstverständlich eine weitere Begleitung und alle wichtigen Infos über die Anerkennung als Einsatzstelle. Gegen Ende des Projektes (30.09.2012) wird die Etablierung einer Freiwilligenbörse angestrebt, in der sich ehemalige FSJlerInnen in Migrantenorganisationen auch nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr ehrenamtlich betätigen können.
Tülay Arslan ist vom Erfolg ihres Projektes, das vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen gefördert wird, überzeugt: „Die Migrantenorganisationen profitieren unmittelbar von unserem Angebot. Sie erfahren praxisnah, was das FSJ ist und was die freiwilligen Helferinnen und Helfer genau machen. Damit können sie in ihren Communities für das FSJ und die Vorteile für die berufliche Entwicklung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen werben“.
Das Projekt „FSJ meets MOs“ ist in seiner Konzeption überregional ausgelegt und könnte auch an anderen Standorten realisiert werden. Eine Vernetzung mit JMD-Standorten ist dabei sehr sinnvoll.
Denn: Migration ist ein wichtiges Zukunftsthema und unter diesem Aspekt sollte die Anzahl von jungen Freiwilligen mit Migrationshintergrund gesteigert werden.
Infos (weiterführende): www.internationaler-bund.de/fd-mainz oder www.ib-freiwilligendienste.de













