(openPR) Nach ihrem sensationellen Erfolg als Isolde in konzertanten Aufführungen unter Andris Nelsons mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra im März 2012 in Paris und Birmingham verkörpert Lioba Braun diese neue Rolle nun erstmals auf der Bühne. „Lebhaft und heftig im ersten Akt, schmelzend zart im zweiten, sang sie den Liebestod des dritten Aktes mit hypnotisierend-verzückter Beherrschung“, urteilte The Guardian nach der Aufführung in Birmingham und in The Times war zu lesen: „Diese Isolde war außergewöhnlich. Lioba Brauns zielgenaue Intensität, Klarheit, Intelligenz und die pure Menschlichkeit ihres Gesangs zogen das Publikum in ihren Bann.“ Wenn Lioba Braun im Oktober die Isolde in einer Neuinszenierung am Staatstheater Nürnberg in der Regie von Monique Wagemakers und unter der musikalischen Leitung des Nürnberger Generalmusikdirektors Marcus Bosch singt, dann fügt sie mit diesem szenischen Rollendebüt ihrem Repertoire noch Venus, Ortrud, Fricka, Brangäne, Sieglinde und Kundry nicht nur eine zusätzliche Wagnerpartie hinzu, sondern erweitert gleichzeitig auch die Grenzen ihres Fachs.
„Als Mezzo braucht man eine sehr gute Höhe und Durchhaltevermögen für diese Partie. Es ist wie ein Marathonlauf“, bekennt Lioba Braun, für die nun der richtige Zeitpunkt für diese Herausforderung gekommen ist. Seit ihrem Bayreuth-Debüt als Brangäne nimmt Wagner eine zentrale Stellung in ihrem Repertoire und ihrer Karriere ein. „Besonders spannend finde ich, dass bei Wagner jede Figur, so unendlich fassettenreich sie auch ist, für eine innere Haltung, für eine innere Verfassung steht.“ In diesem Sinne reizen sie an Isolde gerade ihre „zutiefst menschlichen, ja archaischen Gefühle“, die Wandlung von abgrundtiefer Verzweiflung zu unendlicher Liebe und die Authentizität, mit der sie all das einfordert, was ihr wichtig ist.
Wenn sich Lioba Braun nun also mit ihrer neuen Glanzrolle zum ersten Mal auf der Opernbühne präsentiert, dann ist sie bestens gerüstet für das Wagner-Jahr 2013, das für sie ganz im Zeichen des Bayreuther Meisters steht. Neben der Nürnberger Neuproduktion von Tristan und Isolde ist unter anderem eine Neuproduktion dieser Oper in Antwerpen geplant, des Weiteren ein Parsifal in Essen, der die letzte Neuproduktion des scheidenden Intendanten und Generalmusikdirektors Stefan Soltesz und gleichzeitig Regiedebüt von Joachim Schloemer am Aalto-Theater sein wird. In einer Wiederaufnahme von Parsifal wird Lioba Braun außerdem wieder die Kundry an der Oper Leipzig singen.
„Tristan und Isolde“ am Staatstheater Nürnberg
Premiere: 21.10.2012, 17:00 Uhr
Weitere Aufführungen: 28.10., 1.11., 17.11., 2.12., 15.12., 23.12. und 30.12.2012, sowie 12.1. und 20.1.2013, jeweils 17:00 Uhr
http://www.staatstheater-nuernberg.de/inhalte/index.php?menu=1120&id=29832
Die Premierenvorstellung von Tristan und Isolde wird in 43 Kinos von Hamburg bis Wien live übertragen.
http://www.liveimkino.de/index.php?id=2#!/kinos






