(openPR) Hamburg, 10.10.2012 – Während der Automobilmarkt 2012 in Deutschland bislang weitestgehend stagniert, können die herstellerverbundenen Autobanken zufrieden auf das erste Halbjahr zurückblicken. Sie sind einmal mehr ihrer Funktion als wichtigster Absatzförderer der Automobilhersteller voll gerecht geworden. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden rund 940.000 Fahrzeuge im Wert von über 20 Milliarden Euro (+4 Prozent) über die Herstellerbanken finanziert oder geleast. Das Vertragsvolumen der Autobanken ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 um drei Prozent auf 82,3 Milliarden Euro gestiegen.
Solide Marktführerschaft als Basis für neue Geschäftsfelder
Ihre Marktführerschaft haben die Herstellerbanken im ersten Halbjahr 2012 unterstrichen und kommen auf einen Marktanteil von rund 64 Prozent. „Damit werden rund zwei Drittel aller finanzierten oder geleasten Neufahrzeuge über die Herstellerbanken auf die Straße gebracht“, erläutert Dr. Michael Reinhart, Sprecher des Arbeitskreises Autobanken (AKA). „Diese konstant starke Marktposition liegt insbesondere im soliden Geschäftsmodell der Herstellerbanken begründet, das sich nicht zuletzt während der Finanzkrise für unsere Kunden bewährt hat. Diese Marktstellung nutzen die AKA Mitglieder verstärkt, um ihren Fokus zu erweitern und auch in neue Geschäftsfelder hineinzuwachsen.“
Vom Finanz- zum Mobilitätsdienstleister:
1,25 Mio. Dienstleistungsverträge im ersten Halbjahr 2012
Ein zentrales quantitatives sowie qualitatives Wachstumsfeld der Autobanken sind Mobilitätsdienstleistungen, also autonahe Dienstleistungen über Finanzierung und Leasing hinaus, z.B. Kfz-Versicherungen, Kreditschutzbriefe, Garantie- und Reparaturversicherungen, Wartung & Verschleiß u.v.m.
Allein im ersten Halbjahr 2012 haben die Autobanken insgesamt 1,25 Millionen Dienstleistungsverträge abgeschlossen und konnten in diesem Segment um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. „Aktuell kommen auf jeden Finanzierungs- oder Leasingvertrag für Neuwagen zwei zusätzliche Dienstleistungen rund ums Automobil“, erklärt Klaus Bentz, ebenfalls Sprecher des AKA. „Die Autobanken sind schon längst keine reinen Finanzdienstleister mehr, sondern entwickeln sich vielmehr hin zu umfassenden Mobilitätsdienstleistern.“ Ausschlaggebend hierfür sind deutlich veränderte Kundenerwartungen, denn Verbraucher haben heute nicht mehr nur die Anschaffungskosten eines Fahrzeugs im Blick, sondern die Gesamtkosten ihrer Mobilität. „Hierauf haben die Autobanken mit ihren Mobilitätsdienstleistungen erfolgreich reagiert“, so Bentz.
Fokuserweiterung auf hochwertige Gebrauchtwagen
Ein weiteres Geschäftsfeld, welches die Finanztöchter der Automobilkonzerne verstärkt für sich erschließen konnten, ist das Geschäft mit jungen, hochwertigen Gebrauchtwagen.
Mit 316.000 finanzierten bzw. geleasten Gebrauchtwagen im Wert von 4,5 Milliarden Euro haben die Herstellerbanken in diesem Bereich um 7 Prozent zugelegt, was einem Wertzuwachs von 16 Prozent entspricht. „Damit liegen wir weit über dem Marktzuwachs von 2,4 Prozent“, schildert Dr. Reinhart. „Auch im GW-Geschäft sehen wir zusätzliche Dienstleistungen als Erfolgsschlüssel und bieten zahlreiche Service- und Versicherungsleistungen nicht nur für Neuwagen, sondern auch für Gebrauchtwagen an.“
Autobanken übernehmen Schlüsselrolle für neue Mobilitätskonzepte
Für die Zukunft rechnet der Arbeitskreis Autobanken mit einer weiteren Bedeutungszunahme herstellerverbundener Finanzdienstleistungen. „Das Interesse am Eigentum eines Autos ist – insbesondere in Metropolen – rückläufig und der Trend geht verstärkt hin zum ‚Nutzen statt besitzen‘“, schildert Klaus Bentz. Die Automobilbranche sowie die Finanzdienstleister halten hierfür bereits passende Angebote bereit: „Ob ‚car2go‘ aus dem Hause Daimler, ‚Quicar‘ von Volkswagen, ‚BMW on Demand‘ aus München oder auch „Mu by Peugeot“ und „multicity“ von Citroën – alle Konzepte sind in enger Zusammenarbeit mit den eigenen Finanztöchtern aufgelegt“, so Bentz weiter. „Diese Entwicklung wird weitergehen und die Autobanken daher weiter an Bedeutung gewinnen. Dies ist insbesondere begründet in dem Know-how für komplexe Mobilitätsdienstleistungen, Kundendaten- und Abrechnungs-management sowie der Erfahrung im Flottengeschäft.“
In der Folge sind nicht nur von Herstellerseite, sondern auch von den Autobanken innovative Beiträge für zukünftige Mobilitätskonzepte zu erwarten. „Die Vernetzung verschiedener Mobilitätsformen, nutzungsbasierte Pay-per-use-Lösungen im Versicherungsbereich oder auch Restwertgarantien für e-cars seien hier exemplarisch erwähnt“, so Dr. Michael Reinhart. „Die Banken der Automobilwirtschaft blicken vor diesem Hintergrund durchaus optimistisch in die Zukunft – in ihren traditionellen Geschäftsfeldern und auch darüber hinaus."











