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Schwestern der Revolution Künstlerinnen der Russischen Avantgarde

09.10.201217:30 UhrKunst & Kultur

(openPR) Europäische Kunstgeschichte der Moderne auf höchstem Niveau

Unter dem Titel "Schwestern der Revolution – Künstlerinnen der Russischen Avantgarde" zeigt das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen vom 20. Oktober 2012 bis 17. Februar 2013 mehr als 100 Kunstwerke, Textil- und Bühnenentwürfe sowie typographische Arbeiten russischer Künstlerinnen aus dem Zeitraum von 1907 bis 1934. Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Reinhard Spieler und Dr. Nina Gülicher. Sie wird realisiert mit großzügiger Unter-stützung der BASF SE. Das Ausstellungsprojekt ist Teil des Deutsch-Russischen Kultur-jahres im Rahmen des "Petersburger Dialogs".



Die Avantgarde war weiblich! – Zumindest im von gesellschaftlichen Umschwüngen gepräg-ten vor- und nachrevolutionären Russland. Gegenüber den übrigen Avantgarde-Bewegun-gen zeichneten sich die russischen Strömungen durch einen äußerst hohen Anteil an kunst-schaffenden Frauen aus, darunter Sofia Dymschiz-Tolstaja, Marija Ender, Alexandra Exter, Tatiana Glebowa, Natalja Gontscharowa, Anna Kogan, Anna Leporskaja, Elena Liessner-Blomberg, Ljubow Popowa, Olga Rosanowa, Antonina Sofronowa, Warwara Stepanowa und Nadeschda Udalzowa.
Das Wilhelm-Hack-Museum selbst verfügt über eine der wichtigsten öffentlichen Sammlung russischer Avantgarde-Kunst in Deutschland und kann erstklassige Werke aus der eigenen Sammlung von Exter, Popowa und Rosanowa zur Ausstellung beisteuern. Die Tretyakov-Galerie in Moskau beherbergt die mit Abstand bedeutendste Sammlung dieser Bewegung und ist mit rund 80 Werken Hauptleihgeber und wichtiger Partner der Ausstellung. Dieses Konvolut bereichern zentrale Werke aus anderen europäischen Museen und Privatsamm-lungen.

Neue Vision von Kunst und Gesellschaft
Erstmals in der Geschichte der Kunst trat in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine große Zahl von Künstlerinnen selbstbewusst und gleichberechtigt neben ihren männlichen Kollegen an die Öffentlichkeit. Sie hatten nicht nur Achtungserfolge, sondern bestimmten die künstlerischen Ziele und Arbeitsweisen ihrer Zeit entscheidend mit. Für sie waren die revolu-tionären Ideale der späten 1910er Jahre von zentraler Bedeutung. Zudem standen sie in en-gem Austausch mit den Avantgarden anderer Länder – neben Paris zählten Italien und Deutschland zu den Fixpunkten. Bis heute ist die russische Avantgarde die einzige künstleri-sche Bewegung geblieben, in der sich Künstlerinnen derart deutlich vernehmbar zusammen-schlossen, um sich gemeinsam für einen künstlerischen und gesellschaftlichen Neuanfang einzusetzen. Ohne die entscheidenden Beiträge dieser Künstlerinnen hätte die russische Avantgarde-Bewegung um Kasímir Malewitsch, Michail Larionow, Wladimir Tatlin oder Iwan Puni kaum ihre weitreichende Wirkung erreichen können.

Sie waren überzeugt, mit ihrem Schaffen zur Entstehung einer neuen, klassenlosen und gerechten Gesellschaft beizutragen. Umgekehrt hatten die einschneidenden gesellschaft-lichen Veränderungen eine Neudefinition und Erweiterung der künstlerischen Praxis zur Folge. So arbeiteten Künstlerinnen wie Gontscharowa, Popowa und Stepanowa gattungs-übergreifend, um den tiefgreifenden gesellschaftlichen Fortschritt in der Kunst zu verankern und umgekehrt mit ihrer Kunst eine neue Gesellschaft zu formen. In ihrer Verbindung von Malerei, Typografie, Textilentwürfen, Theater, Tanz und Kino sollte eine neue Vision von Kunst und Gesellschaft sichtbar werden.

"In ihrer Vielschichtigkeit wird die Ausstellung Schwestern der Revolution – Künstlerinnen der Russischen Avantgarde ein großartiges Kapitel der europäischen Kunstgeschichte der Moderne auf höchstem Niveau erlebbar machen", so Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Wilhelm-Hack-Museums.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer-Verlag, der einen Hauptessay von Ada Raev sowie Essays von Reinhard Spieler, Nina Gülicher und Karoline Hille enthält. Ergänzt wird dies von einführenden Texten zu den einzelnen Künstlerinnen von Cara Schweitzer sowie einer umfassenden Chronologie.

Hinweis an die Redaktionen:

Bitte beachten Sie folgende Termine:

Pressekonferenz, Freitag, 19. Oktober 2012, 11 Uhr
Eröffnung der Ausstellung, Freitag, 19. Oktober 2012, 19 Uhr

Bildmaterial zum Download finden Sie unter: www.wilhelmhack.museum/presse.html

Kontakt:
Wilhelm-Hack-Museum
Theresia Kiefer, M.A.
Berliner Straße 23
67059 Ludwigshafen am Rhein
Telefon 0621/504-3403/-3411, E-Mail: E-Mail

Pressekontakt Reise Moskau:
Goldmann Public Relations e. V.
Andrea Feustel
Zimmerstraße 11
10969 Berlin
Tel.: 030 259 357 11
Fax.: 030 259 357 29
E-Mail: E-Mail

Realisiert mit Unterstützung von
BASF

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