(openPR) Die Gläubiger der drei Anleihen von Australian Mining Finance Luxembourg S.A. sollen sich in Kürze bereit erklären, auf Zinsen und Rückzahlungen ihrer Anleihen im Volumen von mehr als 40 Mio. € zu verzichten. Im Gegenzug werden ihnen Rechte auf Ausschüttungen aus der Türkei zugesprochen. Das hat Australian Mining Finance jüngst in Düsseldorf mitgeteilt, wo die Verantwortlichen ihren Dienstsitz an der Königsallee haben. Jetzt geht es darum, den fälligen Restrukturierungsprozess der drei Anleihen (WKN: A0DHP9, A0T41B, A1AQSU) sachgerecht zu begleiten, um die in Aussicht gestellten Ausschüttungsrechte nicht zu gefährden.
Die Kohlenmine Syntech in Australien, die u.a. mit dem Geld der Anleihegläubiger erschlossen wurde, ist inzwischen zwar voll in Betrieb; allerdings nicht zum Nutzen der Gläubiger von Australian Mining Finance. Die Gläubiger haben ihre Anrechte verloren, als die Folgen der Mega-Überschwemmung in Australien zu Beginn des Jahres 2011 neuerliche Verzögerungen und Mehrkosten auslösten. Der Partner und Kreditgeber Goldman Sachs zog daraufhin die Reißleine: Den Verkauf der Mine an die chinesische Yancoal konnten die Teil-Financiers von der Königsallee nicht verhindern. „Ansprüche auf Wiedergutmachung sind in dieser Gemengelage schwer zu erkennen“, meint Rechtsanwalt Klaus Dittke von der Kanzlei DSKP.de.
Erik Schäfer, der verantwortliche Direktor von Australian Mining Finance, hat nun mitgeteilt, wenigstens einen Teil des Schadens der Gläubiger wieder gut machen zu wollen und zu können. Erik Schäfer und weitere Verantwortliche haben sich 2008 in der Türkei an zwei Minen beteiligt; nicht mit Geld von Australian Mining, sondern ausschließlich mit privatem Geld, wie Erik Schäfer versichert. Die Minen scheinen inzwischen soweit erschlossen, dass Erik Schäfer davon ausgeht, bis zu 50% der Nennwerte der drei AMF-Anleihen in den nächsten Jahren zurückzahlen zu können.
„Jetzt kommt es darauf an, den Restrukturierungsprozess sachkundig zu begleiten, um ihn nicht zu gefährden“, betont Anwalt Dittke: „Wir setzen uns dafür ein, dass möglichst alle Gläubiger in der Versammlung vertreten sein werden, die in den nächsten Monaten stattfinden wird. Das ist wichtig, damit die Beschlüsse gefasst werden können und keine Zufallsmehrheiten zustande kommen.“ So bitter es auch ist, für einstmals hingegebene 1.000 € in den nächsten Jahren, wenn es gut läuft, 500 € zurückzubekommen, so bitter wäre es, durch ein Scheitern der Restrukturierung, auch dieses Geld noch zu verlieren. Melden Sie sich unter
Düsseldorf, 26.09.2012
Klaus Dittke, Rechtsanwalt für Kapitalanlegerrecht






