(openPR) Analyse zeigt: Connected Services sind Gamechanger für die Automobilbranche
München, 20. September 2012 – Connected Services werden zukünftig zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Insbesondere beim Autokauf, sowie in der Kundenbindung und in Aftersales-Prozessen werden sie eine große Rolle spielen. Eine Analyse der Managementberatung Mücke, Sturm & Company in Zusammenarbeit mit dem Innovationen Institut zeigt, wie OEMs (Original Equipment Manufacturers) von der Einführung von Connected Services profitieren können - und wie sie den neuen Herausforderungen am besten begegnen. Dabei ist vor allem die Wahl zwischen einem Closed- oder einem Open-Shop-Ansatz entscheidend bei der Bewältigung der Anforderungen. „Je früher OEMs innovative Services auf den Markt bringen, desto höher ist ihre Chance Marktanteile zu gewinnen und gleichzeitig neue Umsatz- und Kundenbindungspotenziale zu heben“, macht Prof. Jens Gutsche, Senior Advisor von Mücke, Sturm & Company deutlich.
Chancen für OEMs durch Connected Services
Connected Services sind für OEMs aus mehreren Gründen von großer Bedeutung: Zum einen stoßen Connected Services bei den Autofahrern – insbesondere den jungen - auf großes Interesse. Zudem können sich die OEMs die positiven Effekte der Connected Services zunutze machen. Mücke, Sturm & Company sieht in folgenden Bereichen großes Potenzial:
• Wettbewerbsvorteile beim Autokauf: Modelle mit Connected Services werden in Zukunft mehr nachgefragt werden.
• Appstore für Connected Services: Die Zahlungsbereitschaft für die einzelnen Services ermöglicht den OEMs kontinuierliche Umsatzchancen durch kostenpflichtige Services.
• Lernende Kundenbeziehung: Auf Basis des kontinuierlichen Datenaustausches ist es möglich, eine lernende Kundenbeziehung aufzubauen und die Präferenzen des Kunden zu identifizieren. Eine hohe Kundenbindung ist die Folge.
• Optimierung Aftersales & Cross Selling: Durch Connected Services ergeben sich völlig neue Möglichkeiten im Aftersales. Das Auto kann per Ferndiagnose überprüft und mögliche Probleme so frühzeitig erkannt werden. Über das Infotainment-System können gezielte Angebote von Vertragswerkstätten beworben werden.
• Individuelle Nachfolgemodelle: Dem Fahrer können aufgrund der Kenntnis seiner speziellen Fahreigenschaften ein individuelles Nachfolgemodell angeboten werden, welches direkt auf die Kundenanforderungen zugeschnitten ist.
Eine strategische Entscheidung: Die Wahl zwischen Closed- oder Open-Shop-Ansatz
Die Einführung von Connected Services stellt die OEMs allerdings auch vor neue Herausforderungen, welche meist außerhalb deren Kernkompetenzen liegen:
• Cloud: Im Cloud-basierten Ökosystem ist eine Kernherausforderung der Aufbau eines leistungsfähigen CRM-Systems.
• Infotainment-System: Bislang wurden Infotainment-Systeme von den Zulieferern zur Verfügung gestellt. Hightech-Unternehmen durchbrechen jetzt diese Domäne.
• Funkverbindung: Das Fachgebiet der Telko-Anbieter. Über die Möglichkeiten, wie die Bereitstellung der Funkverbindung erfolgen kann, sind sich die Experten noch uneinig.
• Connected Services: Um durch Connected Services laufend Umsätze generieren zu können, muss ein Geschäftsmodell für deren Erstellung und Vertrieb entwickelt werden.
• Online-Portal: Sowohl Telko- als auch Hightech-Unternehmen besitzen die Kompetenzen zur Bereitstellung von Online-Portalen.
Closed- oder Open-Shop-Ansatz: Um die Herausforderungen meistern zu können, gibt es zwei strategische Herangehensweisen, zwischen denen die OEMs wählen müssen: Der Closed-Shop-Ansatz (eigenständiger Aufbau des Ökosystems und der App-Entwicklung) oder der Open-Shop-Ansatz (Partnerschaftlicher Ansatz). Jeder Ansatz hat seine Vor- und Nachteile: Einer der wichtigsten Vorteile des Open-Shop-Ansatzes ist es, dass die Time To Market extrem verkürzt werden kann. Deshalb ist dieser Ansatz speziell für OEMs, welche sich im Hinblick auf Connected Services im Anfangsstadium befinden, relevant. Vorteil des Closed-Shop-Ansatz ist, dass der Großteil der Wertschöpfung und die Datenhoheit beim OEM verbleibt.
Eine Zusammenfassung der Untersuchung „Connected Car“ kann unter








