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"Die korrupten griechischen Politiker müssen über Bord geworfen werden" - Interview mit Prof. Paraskewopoulos

(openPR) Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille – auch im Falle des von den Karlsruher Richtern gebilligten ESM-Rettungsschirmes: Die einen müssen zahlen und die anderen sollen sparen. Dass die Krisenstaaten ihren Sparkurs konsequent verfolgen, sieht der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Spiridon Paraskewopoulos aber nicht – jedenfalls nicht beim griechischen Fall. An die internationalen Kreditgeber appelliert der gebürtige Grieche daher, konsequent einen harten Sparkurs einzufordern. Zu viele Millionen versickerten im korrupten griechischen Staatsapparat und hinderten Griechenland an der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, kritisierte er im Interview mit International Trade News.



International Trade News: „Muss das Sparprogramm überhaupt durchgeführt werden?“

Spiridon Paraskewopoulos: „Daran führt kein Weg vorbei. Aber das alleine reicht nicht aus. Neben dem kurzfristig gelagerten Haushaltskonsolidierungsproblem sind auch mittel- und langfristige Restrukturierungsmaßnahmen im öffentlichen Sektor notwendig. Denn der staatliche Sektor ist bankrott und so korrupt – die Politiker haben mit ihrer Vetternwirtschaft alles zerstört. Die griechische Volkswirtschaft ist nicht arm, sie verfügt über Produkte, Rohstoffe und noch dazu über eine wunderbare Landschaft – aber sie hat mit korrupten Politikern zu tun, die von den Griechen über Bord geworfen werden müssen. Aber dagegen steht das Klientel-System, das Patronage-System, das Griechenland immer noch fest im Griff hat. Das Familienproblem ist ein griechisches Problem. 5.000 bis 6.000 Familien haben das griechische Vermögen inne, wenn Sie so wollen, und sie gehen damit um, wie es ihnen beliebt. Vor längerfristigen Strukturmaßnahmen im öffentlichen Sektor schrecken die Politiker zurück und ich kann Ihnen unzählige Beispiele dafür nennen, warum sie sich so verhalten.“

International Trade News: „Nennen Sie eines!“

Spiridon Paraskewopoulos: „Neulich stand in der griechischen Presse, dass Ministerpräsident Antonis Samaras ab jetzt Schluss machen will mit der Bevorzugung von Staatsbediensteten. Dazu müssen Sie wissen, dass in den vergangenen 20 Jahren die Zahl der Bediensteten des Parlaments verdreifacht worden ist, und dort auch die höchsten Gehälter gezahlt werden – 15 Gehälter in einer durchschnittlichen Höhe von 3.000 bis 4.000 Euro im Monat. Also lukrative Posten – und wer hat diese erhalten? Kinder, Enkelkinder, Neffen und Nichten von Politikern. Sie wurden nicht nach Bewertungsmaßstäben für den öffentlichen Dienst beurteilt, sondern bekamen über die Hintertür der Politiker diese Posten. Und nun sagt Samaras: ,Ab jetzt Schluss damit‘. Warum ab jetzt? Warum geht er nicht fünf bis zehn Jahre zurück und bestraft all diejenigen, die auf illegale Weise gehandelt haben?“


Das ganze Interview mit Prof. Dr. Spiridon Paraskewopoulos lesen Sie auf International Trade News:
http://www.internationaltradenews.com/de/articles/11905/Der-griechische-private-Sektor-ist-produktiver-als-der-deutsche.html

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