(openPR) Frankfurt, 12. September 2012: Wenn in Kürze das neue iPhone verfügbar ist, haben es Versicherer erfahrungsgemäß wieder vermehrt mit Betrugsversuchen zu tun, weil einige Versicherte für das Vorgängermodell einen Schaden melden, um rasch an das neue Gerät zu kommen. So war es zumindest bei den letzten iPhone-Produktvorstellungen von Apple.
Nino Treusch, Head of Mobile Business Development von Assurant Solutions in Europa, einem der weltweit führenden Anbieter von Handyversicherungen, berichtet, dass häufig Dritte als Verursacher eines Zufallsschadens am alten Modell genannt würden. Mit der erhofften Entschädigungssumme der Haftpflichtversicherung solle dann häufig das neueste Mobilfunktelefon finanziert werden. Allerdings fehle vielfach das Bewusstsein, dass Versicherungsbetrug kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat ist.
„Verbraucher realisieren nicht, dass sie durch vorgetäuschte Schadensfälle die Kosten für alle Versicherten in die Höhe treiben. Schließlich steigen in der Folge die Beiträge“, erklärt Treusch.
Seit Jahren nimmt die Zahl der Betrugsversuche in Deutschland zu. Nach Schätzungen der Versicherungsbranche soll es sich bei jedem zehnten Versicherungsfall um einen Betrug handeln. Bei einer vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Auftrag gegebenen Untersuchung der GfK Finanzmarktforschung gaben vier Prozent der befragten Haushalte an, in den vergangenen fünf Jahren einen Versicherungsbetrug begangen zu haben. Etwa drei Viertel der Geständigen hätten den Betrug jedoch nach eigenen Angaben unterlassen, wenn ihnen die Konsequenzen deutlicher gewesen wären.
Die Versicherungsunternehmen prüfen jede Schadensmeldung eingehend. Besonders bei elektronischen Geräten wie Smartphones schauen die gut geschulten Mitarbeiter mittlerweile sehr genau hin. Betrugsverdächtige Schäden fallen ihnen meist schnell auf. Überführte Betrüger müssten in der Regel nicht nur mit einer Anzeige rechnen, sondern auch mit einer Rechnung über die Gutachterkosten und einer Kündigung des Vertrags. Außerdem sei ihnen ein Eintrag in das neue Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft sicher. Wer einmal des Betrugs überführt wurde, wird Probleme haben, eine neue Versicherung abzuschließen.








