(openPR) Kleine Feigenbaumschule am Rheinbogen zeigt dort einmalige Sortenvielfalt!
Altlussheim. Wenn man sich auf dem Gelände der Feigenbaumschule Seiler im rechtsrheinischen Altlussheim befindet, fühlt man sich ein wenig wie im Urlaub in Südeuropa. Denn der kleine Urerzeugerbetrieb hat sich vor ein paar Jahren ganz der ältesten Kulturpflanze der Menschheit – der Fruchtfeige (Ficus carica) verschrieben.
Ihren tatsächlichen Ursprung auszumachen scheint bei der Vielfalt der Sorten, die mittlerweile in allen wärmeren Gegenden der Erde kultiviert werden, schier unmöglich. Wissenschaftler fanden jedoch vor kurzem bei Ausgrabungen im Jordangraben heraus, dass die Jungsteinzeitmenschen dort bereits vor über 11.400 Jahren Feigenstecklinge in Reihen pflanzten und somit wohl die ersten Plantagen überhaupt anlegten. In Mitteleuropa wissen nur wenige, dass es weltweit inzwischen hunderte, wenn nicht sogar tausende verschiedene Varitäten der Fruchtfeige gibt, welche durch Selektion und Kreuzung mit anderen Feigenarten aus dem südwestasiatischen Raum entstanden. Da gibt es kleine, fast schwarze Minifeigen mit Blättern, die eher denen von Weinreben ähneln, andere mit herrlich leuchtend rotem Fruchfleisch, das an Erdbeermarmelade erinnert oder gelbe Feigen mit orangenem Innenleben, die im Aroma an Bananen oder Aprikosen erinnert. Diese Vielfalt war es, die Christoph Seiler vor einigen Jahren faszinierte. Besonders im benachbarten Frankreich, aber auch in so manchem südpfälzischen und badischen Garten fanden sich diverse Feigensorten, die sich für die Freiland-Kultur in unserem Klima seit Jahrzehnten bewährten. Doch auch weniger bekannte Wildformen aus dem Iran, Indien oder China, interessante Selektionen aus den USA oder dem Kaukasus sind inzwischen Bestandteil der über 50 Sorten zählenden Sammlung in Altlussheim. Seit drei Jahren vermehrt die kleine Feigenbaumschule dort nun etwa 20 ausgewählte Sorten aus dieser Sammlung und bietet sie über das Internet und auf Garten- oder Bauernmärkten in der Region an. Eine der letzten Gelegenheiten wird in diesem Jahr am 15. und 16. September auf dem Bauernmarkt Speyer sein, wo die Familie Seiler bewährte Feigensorten wie „Goldtropfen, Ronde de Bordeaux, Pfälzer Fruchtfeige oder grüner Zucker (Sucre Vert)“ aber auch ausgesprochen ausgefallene Varitäten aus aller Welt anbieten wird. Dort beantwortet man natürlich auch gerne Fragen rund um die älteste Kulturpflanze der Menschheit.












