(openPR) Wer sich heute für ein Produkt oder eine Dienstleistung entscheidet, hat die Qual der Wahl: unzählige Angebote konkurrieren um die Gunst der Kunden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer guten Usability und User Experience. Seit drei Jahren unterstützt das junge StartUp YOUSE Forschungspartner und Unternehmen dabei, innovative Produkte an den Bedürfnissen der Zielgruppe auszurichten - Zeit für eine erste Zwischenbilanz.
(München, September 2012) Begriffe wie „Usability“ und „User Experience“ sind derzeit sehr populär – aber kaum einer weiß, was sie wirklich bedeuten. Die DIN-Norm ISO 9241-11 definiert Usability (zu deutsch „Gebrauchstauglichkeit“) als „das Ausmaß, in dem ein Produkt durch einen Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.“ Mit anderen Worten: Tut ein Produkt das, was es soll, und zwar möglichst fehlerfrei und ohne den Nutzer zu frustrieren? Es vergeht wohl kaum ein Tag, an dem man sich nicht wünscht, diese DIN-Norm würde konsequenter bei der Produktentwicklung beherzigt: Verwirrende Gerätemenüs, schlecht zu öffnende Verpackungen, umständliche Dateneingabemasken – die Welt steckt voller Negativbeispiele.
Und selbst wenn die Usability gut gelöst ist, reicht das allein für einen Markterfolg im B2C-Markt nicht aus. Wie das Beispiel von Apple zeigt, spielen positive Emotionen und Erwartungen von Kunden (ergo die „User Experience“) eine entscheidende Rolle. Menschen schätzen Produkte selten wegen ihres nüchternen Mehrwerts (z.B. telefonieren oder SMS schreiben), sondern wegen des positiven Gesamterlebnisses, das sie sich von der Benutzung versprechen.
Die entscheidende Frage ist nur: woher weiß man möglichst vor Markteinführung, ob das eigene Produkt positiv bei der Zielgruppe ankommt? Was muss es können, und was sollte es auf keinen Fall tun, damit es den Kunden gefällt? Die YOUSE GmbH gibt auf diese Fragen seit inzwischen drei Jahren Antworten, indem sie mit unterschiedlichen Methoden der Nutzerintegration (oder „User Integration“) die Wünsche und Anforderungen von Nutzern erhebt, damit diese in den Innovationsprozess einfließen. So können Unternehmen ihre Ressourcen gezielt in vielversprechende Ideen investieren und teure Fehlentwicklungen und Nachbesserungen im Aftersales vermeiden.
„Viele Unternehmen verstehen unter „User Integration“ lediglich Usability-Tests von marktreifen Prototypen. Dabei können in allen Phasen der Produktentwicklung Nutzer sinnvoll beteiligt werden“, erklärt Dr. Christoph Nedopil, einer der beiden YOUSE Geschäftsführer. Das Potenzial, das sich den Unternehmen durch eine systematische User Integration bietet, wird in der Praxis noch lange nicht ausgeschöpft. Dies belegt eine Studie der YOUSE GmbH und der Handelshochschule Leipzig (HHL) zum Einsatz von User Integration Methoden bei Unternehmen der Unterhaltungselektronik: Während Produktevaluationen durch Nutzer bei Markteinführung bzw. im Aftersales noch vergleichsweise verbreitet sind, werden die Kunden in der Ideen- und Konzeptphase kaum aktiv in die Produktentwicklung eingebunden.
„Das kreative Potenzial der Kunden wird oft völlig unterschätzt. Dabei entstehen mit den richtigen Kreativmethoden tolle Ideen, auf deren Basis innovative Produkte entwickelt werden können“, so Christoph Nedopil. Auch wenn nicht alle Anregungen von Nutzern immer eins zu eins umgesetzt werden können, liefern sie doch eine fundierte Basis für neue Entwicklungen: Was wünschen sich die Kunden? Welche Trends zeichnen sich ab? Durch welche zusätzlichen Funktionen oder Änderungen könnte ein Produkt aus Nutzersicht verbessert werden?
Die YOUSE GmbH hat seit ihrer Gründung einer Vielzahl von Partnern aus ganz unterschiedlichen Branchen dabei geholfen, Produkte, Services, Verpackungen oder Bedienungsanleitungen aus Nutzersicht zu optimieren. „Es ist auch für uns immer wieder spannend zu sehen, welche Anregungen von den Nutzern generiert werden“, berichtet Dr. Glende, ebenfalls Geschäftsführer der YOUSE GmbH. „ In einer Studie zur Akzeptanz von Servicerobotern beispielsweise war den befragten Senioren ein Aspekt sehr wichtig, den wir vorher noch gar nicht bedacht hatten: Wie kann ich meinen Roboter vor Diebstahl schützen, wenn ich ihn vor dem Einkaufsladen oder dem Theater stehen lassen?“ Egal ob Webseiten, Reinigungsautomaten, Zentrifugen oder Roboter – in allen Bereichen ist User Integration möglich und sinnvoll. Wer die Perspektive seiner Zielgruppe dagegen nicht einbezieht, wird sich am Markt schwer tun. Denn letzten Endes sind es die Kunden, die über den Erfolg eines Produktes entscheiden.
Diese Erkenntnis setzt sich allmählich durch: In vielen Forschungsprojekten ist die User Integration inzwischen Voraussetzung für eine Förderung, und auch die Bundeslänger unterstützen KMUs mit Zuschüssen zu Nutzerstudien, wie zum Beispiel dem Innovationsgutschein in Bayern. „Ich bin schon gespannt, welche Aufträge uns in Zukunft erwarten. Ich finde es sehr befriedigend dabei mitzuwirken, sinnvolle und intuitiv bedienbare Produkte zu gestalten“, freut sich Sebastian Glende. „Es wäre doch schön, wenn wir uns irgendwann nicht mehr über schlecht konzipierte Produkte ärgern müssten. Genau das ist unser Ziel.“ Wir wünschen gutes Gelingen. Happy Birthday, YOUSE!












