(openPR) Mats Bergquist wurde 1960 in Stockholm geboren und wuchs in verschiedenen Ländern der Welt auf, darunter in Russland, Polen und China. Heute lebt und arbeitet er im italienischen Bassano del Grappa und im schwedischen Nyköping. Das Interesse und die Offenheit an den verschiedenen kulturellen Einflüssen sowie das meditative und kontemplative Arbeiten finden Eingang in seine Kunst, die von poetischer Sensibilität ist und den Betrachter in ihren Bann zieht.
Bergquist selbst bezeichnet sich als Maler, seine Arbeiten sind Malerei, dennoch gleichen die monochromen, vorzugsweise in Weiß und Schwarz gehaltenen Bilder in ihrer physischen Präsenz plastischen Objekten. Der Künstler fertigt sie in einem aufwändigen und disziplinierten Verfahren an, das die über 1.000 Jahre alte Tradition der russischen Ikonenmalerei aufgreift: Die Bildträger aus Holz werden mit einem rauen Leinengewebe bespannt, das erst mit Leim und dann mit vielen Schichten von Kalk bedeckt wird. Wieder und wieder werden die Oberflächen glatt geschliffen und erneut bestrichen. Erst am Schluss trägt der Künstler den Farbträger aus einer Mischung von Farbpigmenten und flüssigem Wachs auf. Auch dieser wird geschliffen und poliert, bis die Bilder ihre teilweise opake, teilweise wolkige und fein glänzende Oberfläche erlangen. Eine Konstante in Bergquists Werk bildet dabei die stets konkav oder konvex gekurvte Form der Holzcorpi.
Entscheidend für die Wirkung und Intensität dieser sich auf völlige Reduktion besinnenden Werke ist neben dem Wechselspiel von konkav und konvex die Verwendung verschiedener haptischer Oberflächen: Die weich reflektierenden Wachsmembranen, die aus sich selbst heraus zu leuchten scheinen, treten in Kontrast zu den stark pigmentierten, das Licht völlig absorbierenden Oberflächen.
Jedes Bild ist ein für sich stehendes Werk, jedoch entsteht im Zusammenspiel mit den anderen Arbeiten ein spannungsvoller Dialog, der auch auf die umliegende Architektur eingeht. Neben den Bildern an der Wand vervollständigen abstrakte Architekturformen im Raum das Arrangement. Die einzelnen Arbeiten sind verhalten und dennoch spannungsvoll, sie strahlen eine große Faszination und Lebendigkeit aus.
Die Ausstellung HYPERICUM zeigt eine Installation monochromer Werke des Künstlers von zur Kontemplation einladender Ruhe.
Eröffnung am Freitag, 24. August 2012, 18-21 Uhr
Ausstellung vom 24. August bis 22. September 2012:
Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr u.n.V.













