(openPR) Seit einigen Jahren setzen sich die neuen 2.4 GHz Fernsteuerungen immer mehr im RC Modellbau durch. Sie sind so erfolgreich, weil keine Quarze mehr notwendig sind. Im Schiffsmodellbau, insbesondere bei den Uboot Modellen wird die "alte" 35/40 MHz Technik aber nach wie vor benötigt. Denn nur mit den 40 MHz Fernsteuerungen ist ein Empfang unter Wasser möglich.
Die 2.4 GHz Fernsteuerungen galten im RC Modellbau anfangs als störanfällig und unzuverlässig. Die Sendeleistung und damit die Reichweite war auf 10 mW begrenzt. Das ist ein Zehntel dessen, was die 40 MHz Sender abstrahlen durften. Auch kam es immer wieder zu Störungen von anderen 2.4 GHz Sendern durch Funkkameras, Schnurlostelefone, WLAN, Bluetooth usw. Selbst Funk- Rückfahrkameras bei Autos können den Empfang beeinträchtigen.
Aber die damals neue 2.4 GHz Technik bietet einige wesentliche Vorteile. Der größte Vorteil ist, das es nicht zu Doppelbelegungen auf den Fernsteuerkanälen kommt. Bei herkömmlichen 35/40 MHz Fernsteuerungen wird ein Kanal für die Signalübertragung gewählt. Das geschieht mittels Quarzen. Wenn bei herkömmlichen 35/40 MHz Fernsteuerungen zwei Sender auf dem gleichen Kanal betrieben werden, empfangen die RC Modelle beide Signale. Da die Empfänger in den Modellen nicht die "richtigen" Signale erkennen können, reagieren sie auf beide Sender. Dadurch kommt es zu Störungen bis hin zum vollständigen Verlust der Kontrolle über das eigene Modell.
Bei 2.4 GHz Fernsteuerungen im RC Modellbau wird beim Einschalten geprüft, welcher Bereich des Frequenzbandes frei ist. Der Sender sucht sich einen Kanal im freien Bereich und nutzt diesen. Die Empfänger erlernen bei der ersten Inbetriebnahme die individuelle Signatur des Senders kennen. Das geschieht beim sogenannten Binding. Fortan reagiert der Empfänger im RC Modell nur noch auf diesen einen Sender. Dadurch werden Störungen durch andere 2.4 GHz Fernsteuerungen oder andere Sendersignale vermieden. Beim Schaufahren mit Schiffsmodellen oder bei Flugtagen ist das ein großer Vorteil und ein deutliches Mehr an Sicherheit.
Inzwischen sind die 2.4 GHz Fernsteuerungen für den RC Modellbau so weit entwickelt, dass sie als zuverlässige Alternative für den Modellbauer gelten. Die Sendeprotokolle wurden weiterentwickelt. Es wurden Prüffunktionen integriert, anhand derer der Empfänger ungültige Signale erkennt und ignoriert. Durch das Frequenzsprungverfahren (Frequency Hopping) ist es möglich, mit einer Leistung von 100 mW statt wie bisher 10 mW zu senden. Dadurch erhöht sich die Reichweite der 2.4 GHz Fernsteuerungen deutlich. In vielen Fällen ist das mehr als ein Kilometer. Das ist insbesondere für große Flugmodelle wichtig, die in einiger Entfernung vom Piloten geflogen werden.
So praktisch die 2.4 GHz Fernsteuerungen auch sind, sie haben einen ganz entscheidenden Nachteil. Denn die 2.4 GHz Signale werden vom Wasser absorbiert. Das heißt, die Funkwellen können das Wasser nicht durchdringen und erreichen den Empfänger im RC Modell nicht. Dadurch ist eine Steuerung für Uboot Modelle mit dieser Technik nicht möglich. Hier muss weiter auf die bewährte 40 MHz Technik gesetzt werden. Somit gibt es im RC Modellbau nach wie Bedarf an 40 MHz Sendern und Empfängern. Die Nische Uboot Modellbau ist sehr klein und diese Klientel wird von den großen Modellbauherstellern nur noch mäßig bedient. Dafür ist die Nachfrage zu gering erfährt man dort auf Nachfrage.
Das Unternehmen miniship Modellbau unterstützt die Uboot Modellbauer so gut es geht. "Wir stehen in Verbindung mit mehreren Herstellern. Wir ermutigen sie, Komponenten für die 40 MHz Technik wie Sender, Empfänger und Quarze weiterhin anzubieten. Ich bin selbst seit 1999 begeisterter Uboot Modellbauer. Deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen, Modellbauer in dieser Nische zu unterstützen." so Marcel Mankopf, Inhaber des Unternehmens miniship Modellbau.












