(openPR) Bund und Bahn haben sich zum Ziel gesetzt, den vom Schienenverkehr ausgehenden Lärm bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2000 zu halbieren. Eine Neuentwicklung zum Thema stellen die in Kooperation entwickelten, niedrigen Lärmschutzwände der Franz Kassecker GmbH, Waldsassen, und der Döring Stahlbau GmbH & Co. KG, Crimmitschau, dar. Das Produkt schaffte es beim alle drei Jahre stattfindenden Stahl-Innovationspreis unter 658 Vorschlägen bis in die Finalrunde der besten sechs Bau-Innovationen.
Aus vielerlei Gründen ist der Einsatz von bis zu fünf Meter hohen Lärmschutzwänden nicht immer und überall machbar. Ausgehend von der Überlegung, dass bei Zügen eine wesentliche Lärmquelle die Rollgeräusche verursachen, haben sich in zahlreichen Versuchsreihen unmittelbar an den Gleisen verlaufende, niedrige Lärmschutzwände bewährt.
Basierend auf bereits durch den Bau von "normalen" Lärmschutzwänden gesammelten Erfahrungen steht nun in Zusammenarbeit mit namhaften Ingenieurbüros, dem Eisenbahn-Bundesamt und dem Frauenhofer Institut eine marktreife, patentierte Lösung zum Einsatz parat, die derzeit schon auf zwei, je einen Kilometer langen Teststrecken eingesetzt wird.
„Etliche Detaillösungen, wie Überstiegsmöglichkeiten im Havariefall und Durchlässe für Kleintiere, sind neben dem hohen Schalldämmwert perfekt in die sechs Meter langen Miniwände integriert“, so das Mitglied der Geschäftsleitung bei Kassecker, Josef Andritzky. Um die tatsächliche Schallreduzierung festzustellen, laufen derzeit noch Messungen. Der Einsatz der niedrigen Lärmschutzwände bedeutet unabhängig davon einen um bis zu 90 % reduzierten Materialeinsatz und Einsparungen an CO2 Emissionen.














