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Suchtkranke können ins Arbeitsleben integriert werden

10.08.201214:24 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Suchtkranke können ins Arbeitsleben integriert werden
Berufliches Trainingszentrum Dresden: Expertentreff zum Thema Sucht
Berufliches Trainingszentrum Dresden: Expertentreff zum Thema Sucht

(openPR) Jeden zweiten Donnerstag ist Info-Tag im Beruflichen Trainingszentrum

(Dresden, 9. August 2012) Im Beruflichen Trainingszentrum Dresden (BTZ) bereiten sich psychisch Erkrankte auf den beruflichen Wiedereinstieg vor. Aller zwei Wochen informieren Experten kostenlos, auf Wunsch anonym und ohne Anmeldung, wie die Integration auch für Suchtkranke gelingen kann.



„Ein Suchtkranker kann immer rückfällig werden“, sagt Frau Y. Sie ist Mitte 30 und weiß, wovon sie spricht. Über zehn Jahre hat sie diverse Drogen konsumiert. Chrystal war nur eine davon. Als ihre Tochter geboren wurde, lebte sie abstinent. Vier Jahre lang. Die Alleinerziehende arbeitete in der Krankenpflege, war aber schnell überfordert - und wurde rückfällig. „Jetzt bin ich vom Kopf so weit und will endgültig aufhören“, berichtet sie. Seit einigen Monaten absolviert sie ein berufliches Training im BTZ Dresden. Ihr größter Wunsch ist eine Umschulung zur Bürokauffrau.

Unbedingte Abstinenz
„Unsere Teilnehmer müssen abstinent und symptomfrei sein, wenn sie zu uns kommen“, erklärt Janet Kunkel, Diplom-Pädagogin im Psychosozialen Dienst des BTZ. Das wird auch kontrolliert. „Gut, dass das gemacht wird“, findet Frau Y. Für sie ist das eher Hilfe als Druck. „Mit dem Beginn einer Trainingsmaßnahme stimmen die Teilnehmer schriftlich unangekündigten Kontrollen zu“, ergänzt Andrea Bieniek, Diplom-Psychologin im Psychosozialen Dienst. Feste Regeln sind unabdingbar. Wer sich nicht daran hält, muss mit Konsequenzen rechnen. „Sonst scheitert die Maßnahme“, wissen die BTZ-Mitarbeiter.

Alternativen zur Sucht suchen
Suchtkranke benötigen Unterstützung, um einen Umgang mit ihrer Krankheit zu finden. Die Mitarbeiter im Beruflichen Trainingszentrum sind bei ihren Klienten mit allen erdenklichen Substanzen und Süchten konfrontiert. „Ein Thema ist auch Suchtverlagerung“, erzählt Daniel Milkuhn, Beruflicher Trainer im BTZ. Er und seine Kollegen beobachten zum Beispiel zunehmende Online-Sucht. Im Hinblick auf die berufliche Wiedereingliederung von Teilnehmern kann erforderlich sein, einen anderen Weg als den ursprünglich angedachten einzuschlagen. „Dann sollte der IT-System-Elektroniker lieber Technischer Systemplaner werden.“ Jemand mit einem Alkoholproblem sollte nicht unbedingt in der Gastronomie arbeiten. Oder wer früher Rauschmittel inhaliert hat, sollte perspektivisch Abstand von Lösungsmitteln halten. „Wir suchen Alternativen“, erklärt der Berufliche Trainer Richard Mai.

Mit Rückfällen umgehen lernen
„Unsere Teilnehmer lernen auch den Umgang mit Rückfällen: welche Anzeichen es gibt und wie man damit fertig werden kann“, sagt Andrea Bieniek. Es lohnt sich, Tagesstrukturen zu trainieren und darauf hinzuarbeiten, Verlockungen etwas entgegenzusetzen. „Das kostet definitiv Kraft“, wissen Trainer und die Mitarbeiter des Psychosozialen Dienstes. Doch die Suchtkranken sind auch Experten ihrer Erkrankung. Jeder Tag Abstinenz zählt. „Selbst wenn mal ein Rückfall passiert, hat man trotzdem etwas gelernt.“ Ziel der Trainingsmaßnahmen ist der (Wieder)einstieg ins Berufsleben, zum Beispiel durch Vorbereitung auf eine Ausbildung oder Umschulung. Zahlreiche Teilnehmer haben das bereits geschafft.
Jeden zweiten Donnerstag Info-Veranstaltung - unverbindlich und anonym
Für Interessenten, psychisch Erkrankte und Suchtkranke veranstaltet das BTZ an jedem zweiten Donnerstag, jeweils 15 Uhr, eine kostenlose Informationsveranstaltung im Beruflichen Trainingszentrum Dresden, Friedrichstraße 24. Man muss sich nicht anmelden und kann anonym bleiben. Die nächsten Termine sind am 16. August, 30. August,
13. September, 27. September 2012.
Auch der Expertentreff „Arbeit & Psyche“ am 12. September 2012 wird sich mit dem Thema Sucht beschäftigen.

Der Expertentreff zum– kurz & knapp
- Thema Sucht
- 12. September 2012, 9.30 bis 16 Uhr
- Vortrag 1: Psychoaktive Substanzen – Wirkungen, Gefährdungen, Motivation, Sucht?, 10.30 – 11.30 Uhr, Sven Lindner, Jugend- und Drogenberatungsstelle Dresden
Vortrag 2: Das Rätsel meiner Seele – Ein unterhaltsamer Erfahrungsbericht über Psychose und Drogenkonsum, 13.30 – 14.30 Uhr, Michael Siebel, Freiberuflicher Schriftsteller
- Berufliches Trainingszentrum Dresden, Friedrichstraße 24, 01067 Dresden, www.btz-dresden.de
- Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich: Tel. 0351 8 88 26-0, E-Mail E-Mail

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