(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Stimmung an den Rohölbörsen in New York (NEMAY) und London (ICE) bleibt weiter bullisch. Das bedeutet: Die preistreibenden Faktoren haben die Nase vorn, auch wenn die Schäden durch den Pipeline-Anschlag in der Osttürkei mittlerweile behoben sind und der Tropensturm Ernesto in und vor den USA weniger Probleme macht als zuvor angenommen. Eigentlich spräche das Ende dieser Gründe für das Eintreten einer Gegenbewegung. Dass diese nicht kommt, ist durch die Entwicklung Chinas zu begründen. Dabei folgt die internationale Preisbildung – wie zuvor bei ähnlichen Phänomenen in Europa und den USA – durchaus paradoxen Erklärungsmustern: Die Nachricht „China geht es schlechter als erwartet“ ist eigentlich preishemmend. In die andere Richtung geht es nur deswegen, weil das Hoffen auf expansive Maßnahmen wie ein Automatismus der Marktteilnehmer sofort hinzukommt – und überwiegt. Wie so oft erscheint Spekulatives wichtiger als das reale Geschehen. Klar ist auch: Extremes Aufwärtspotenzial ist das nicht. Und so ist der Zuwachs binnen der letzten 24 Stunden auch moderat: Nordseeöl Brent kostet im Frühhandel etwas mehr als 112,50 Dollar je Barrel, nur wenig mehr als gestern um dieselbe Zeit. US-Leichtöl WTI hat sich sogar verbilligt – den nationalen Einflüssen geschuldet, die regional begrenzt wirken (Ernesto schwächer, Raffineriebrand gelöscht).
Den Euro hat der jüngste EZB-Bericht gestern kräftig nach unten gezogen – das dürfte heute auf den Heizölpreis durchschlagen. Das in der (schwächeren) Gemeinschaftswährung gehandelte Produkt wird sich allein aufgrund der Währungskurse heute vermutlich verteuern.
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