(openPR) Der zur Liebe überzeugte Philosoph
(Il filosofo convinto in amore)
von Johann Friedrich Agricola
anlässlich des 300. Geburtstages
von Friedrich II.
2012
Seit seinem Regierungsantritt verwandelte Friedrich II. Berlin und Potsdam in blühende Musikmetropolen. Während in der Hauptstadt große Opern erklangen, schätzte der König in seinem neuerbauten Schloss Sanssouci vor allem musikalische Lustspiele. Eigens dafür engagierte er eine kleine italienische Truppe, deren Darbietungen der König als "so komisch, dass man sich totlacht" bezeichnete. Mit diesen Sängern fand 1750 die höchst erfolgreiche Uraufführung von "Il filosofo convinto in amore" statt.
Diese Oper von Johann Friedrich Agricola (1720 - 1774) bot eine besonders originelle Version derzeit beliebter Komödien: Ein selbsternannter Philosoph verweigert sich Frauen und Ehe; ein junges Mädchen will ihn erobern, schlüpft dafür in verschiedene Rollen und natürlich gelingt ihr Plan am Ende.
Das Lustspiel um männliche Kapitulation angesichts weiblicher List gefiel dem König so gut, dass er dessen Schöpfer sofort als Hofkomponisten engagierte. Vielleicht amüsierte ihn gerade die offensichtliche Anspielung auf seine allseits bekannte Frauenverachtung?
Ein junges Alte Musik-Ensemble erweckt dieses zu Unrecht weitestgehend vergessene Rokoko-Kleinod zu neuem Leben. Dank der farbigen, wunderbaren Musik wird das heutige Publikum auf eine Reise in die Vergangenheit mitgenommen, doch die turbulente Geschichte besitzt zeitlosen Charme und spiegelt augenzwinkernd unsere eigenen Schwächen und Irrungen wider. Damit sich der Wortwitz mitteilt, wird eine Fassung mit deutschen Rezitativen und italienischen Arien gesungen.
In der Tradition aristokratischer Feste finden die Aufführungen in den malerischen Parks der Lausitz statt, so dass ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Szene, Architektur und Landschaft entsteht. An historisches Jahrmarktstheater erinnert die Bühnenausstattung, während die ausdrucksstarken und originellen Kostüme durch barocke wie auch moderne Gewänder inspiriert sind.
Ein Opernvergnügen, das Musikliebhaber wie auch Neugierige überraschen und bezaubern wird!
Besetzung
Konzept und Regie: Heike Hanefeld
Musikalische Leitung: Irmgard Huntgeburth
Bühne und Kostüme: Barbara Anna Keiner
Lesbina: Jana Reiner - Sopran
Anselmo: Michael Rapke - Bariton
Ensemble baroque der UdK Berlin
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Eine Produktion von Barocco Continuo e.V.
Termine:
11. 8. 2012, 16 Uhr Park und Schloss Branitz, Historische Schlossgärtnerei
12. 8. 2012, 17 Uhr Schlosspark Brody/ Pförten (Polen)
18. 8. 2012, 19 Uhr Ostdeutscher Rosengarten Forst (Lausitz), Schillerbühne
19. 8. 2012, 16 Uhr Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, Orangerie












