(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Assad ist tot. Das verbreiteten Medien unter Berufung auf einen offiziellen Twitter-Account vom russischen Innenministerium. Die müssten es besser wissen als viele andere Nationen, kuscheln sie doch (auch im Ölhandel) mit dem Regime. Aber: Die Russen dementieren, und so ist bei aller Undurchsichtigkeit in den syrischen Kriegswirren davon auszugehen, dass der Machthaber noch unter den Lebenden weilt. Die Wirkung auf die Märkte ist begrenzt. Ins Plus drehten die Rohölnotierungen am gestrigen Nachmittag dennoch: Ein Barrel Nordseeöl (Brent) kostete 109,50 Dollar, die amerikanische Referenzsorte WTI 92 Dollar. In den Frühhandel starteten Brent und WTI leicht unterhalb dieser Werte. Einmal mehr begründen Experten die neuerlichen Zuschläge mit Hoffnungen auf finanzpolitische Weichenstellungen. „Der Anstieg wird von den Erwartungen der Investoren im Hinblick auf ein mögliches Eingreifen der Notenbanken zur Eindämmung der Schuldenkrise im Euroraum getragen“, schreibt der Oil Market Report. Allerdings bleiben Hauruck-Aktionen weiter aus – so beinhaltete die gestrige Bernanke-Rede erneut keine Sofort-Maßnahmen der US-Notenbank. Und fundamental? Über eine relevante Nachricht (Anschlag auf eine wichtige Ölpipeline im Irak) und eine nicht so relevante (Sudan-Einigung) haben wir bereits berichtet (hier und hier). Mehr ist derzeit nicht drin, und der Versuch, den syrischen Despoten für tot zu erklären, war auch nur eine kurze Ruhestörung.
Der Euro hat sich gemeinsam mit den Rohölpreisen und den Aktienmärkten aufwärts orientiert. Aber nicht so stark, dass er weitere Aufschläge für Heizöl verhindern könnte. Diese sind – in nicht allzu deutlichem Maße – für heute zu erwarten.
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