(openPR) Hemer, 07.08.2012. Leben in entspannter Atmosphäre über dem Wasser – das war der Grundgedanke für die Architekturstudie Brückenhaus. Jetzt ist die Idee des Designers Frank Haase von der Bau-Fritz GmbH & Co. KG im Querdenker-Ideenwettbewerb „Traumhaus“ auf den ersten Platz gewählt worden.
Als Kind spielte Frank Haase häufig mit Freunden an den Ufern der Lenne in Westfalen. Über den Fluss führte eine stillgelegte Eisenbahnbrücke. Der Blick von der Brücke auf die grünen Uferböschungen, die Ruhe, die nur gelegentlich von dem Plätschern paddelnder Kanuten unterbrochen wurden, sind tief in Haases Erinnerung geblieben.
Jahre später – auf der Suche nach einem eigenen Haus für seine Familie – holen den Künstler und Designer die alten Empfindungen ein. Es entsteht die Architekturstudie Brückenhaus, in der anhand von Skizzen, Kalkulationen und eines Modells die Möglichkeiten untersucht werden, die eine stillgelegte Eisenbahnbrücke für eine Nutzung als Wohn- oder Gewerberaum bietet. Und diese Möglichkeiten überzeugen.
Ursprünglich für den Eisenbahnverkehr mit schweren Dampflokomotiven konstruiert, erfüllen stählerne Bogen- oder Kastenbrücken höchste Anforderungen an Tragkraft und Statik. Der stabile Rahmen erlaubt Flexibilität und bietet alle Möglichkeiten variabler Innenraumgestaltung. Die Räume zwischen den Trägern werden mit isolierenden Gläsern oder Sandwichplatten, wie sie beim Bau von Kühllastwagen oder Wohnmobilen verwendet werden, ausgefacht. Den Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich Oberflächen und Farben sind keine Grenzen gesetzt.
Strom-, Gas- und Wasserleitungen liegen häufig im Brückenboden, weil Brücken über Flüssen meist auch für die Überführung von Versorgungsleitungen verwendet werden. Die neben den Bahngleisen oft existenten Versorgungs- und Servicewege können leicht zu einer Zufahrt bis zur Garage ausgebaut werden. Die äußeren Bedingungen für den Umbau in Wohn- oder Geschäftsräume könnten kaum besser sein. Der Bauherr wird zudem mit einer unverbaubaren Aussicht in landschaftlich oft reizvoller Umgebung belohnt. Auch im Hinblick auf das Budget schneidet ein Brückenhaus nicht unbedingt schlecht ab. Stillgelegte Stahlbrücken können gegebenenfalls für einen symbolischen Preis von einem Euro oder zum Schrottwert erstanden werden. Als Grundstück sind nur die Flächen der Brückenlager notwendig, womit Grunderwerb und Grunderwerbssteuer minimiert werden.
Ökologisch ist die Weiterverwendung von nicht mehr genutzten und mit viel Energieeinsatz erstellten tragfähigen Strukturen ohnehin sinnvoll. So werden nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt und wertvolle Ressourcen geschont.
Interessierte und zukünftige Bauherren können sich auf der Homepage des Designers unter www.frank-haase-design.de über die Vorzüge einer Wohnbrücke im Detail informieren.














