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Mit der Blue Card gegen Fachkräftemangel

02.08.201209:26 UhrWerbung, Consulting, Marktforschung

(openPR) Drei Jahre nachdem die EU-Kommission mit der Richtlinie 2009/50/EG die Voraussetzungen für einen europaweit einheitlichen Aufenthaltstitel für ausländische Fachkräfte auf den Weg gebracht hat, ist die Blaue Karte EU nun auch in Deutschland offiziell Gesetz. India Coaching & Consulting Geschäftsführer Sebastian Neuwirth spricht über Chancen und Hürden für in Deutschland ansässige Unternehmen.

Herr Neuwirth, welche Bedeutung hat das neue Blue Card-Gesetz für deutsche Unternehmen?

Ich sehe es zunächst einmal als Schritt in die richtige Richtung. Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften übersteigt seit Jahren sowohl das inländische als auch das inner-europäische Angebot - mit steigender Tendenz. Das ist keine besonders revolutionäre Erkenntnis, die Begriffe Fachkräftemangel und demographischer Wandel sind längst im politischen und öffentlichen Diskurs etabliert. Fakt ist, dass wir selbst mit einer besseren Förderung und Ausbildung einheimischer Fachkräfte dringend auf die Zuwanderung qualifizierter ausländischer Arbeitskraft angewiesen sind. Viele der Unternehmen mit denen wir sprechen, allen voran im IT-Bereich, werden durch den Engpass qualifizierter Arbeitskräfte massiv in ihrem Expansionsdrang eingeschränkt.

Gibt es Grund zu der Annahme, dass die Blue Card erfolgreicher sein kann als bisherige Maßnahmen, ausländischen Fachkräften das Leben und Arbeiten in Deutschland zu ermöglichen?

Zum einen ist die Reduzierung des Mindestgehalts auf knapp 45.000€, bzw. 35.000€ für Mangelberufe eine wichtige Voraussetzung um die Blue Card international wettbewerbsfähiger zu machen. Die Möglichkeit auf eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis sowie das Recht für Familienangehörige in Deutschland zu arbeiten, erhöht darüber hinaus die Attraktivität des Aufenthaltstitels. Zum anderen erhoffe ich mir vor allem von der Annullierung der Vorrangprüfung eine Verschlankung des Antragsprozesses, die es uns und den Unternehmen die wir betreuen ermöglicht, schneller und flexibler auf personelle Engpässe zu reagieren und Fachkräfte für den Standort Deutschland zu gewinnen. Denn es ist ja nicht nur ein Bedarf vorhanden - auch das Angebot an hochqualifizierter Arbeitskraft, vor allem aus dem asiatischen Raum, ist gegeben.

Sind mit der Blue Card nun also die wichtigsten Hürden beseitigt?

Nein. Ich habe aktuell den Eindruck, dass die Behörden und Verwaltungen nicht ausreichend auf die neue Gesetzeslage vorbereitet wurden. Gerade auf kommunaler Ebene, wo der Prozess eigentlich stattfinden soll, ist die Informationspolitik noch sehr zurückhaltend und die Kompetenzverteilung häufig unklar. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich diese Schwierigkeiten mit der Zeit legen werden. Allerdings gibt es noch weitere Probleme, die auch die Blue Card nicht beseitigt. Der bürokratische Prozess ist nun zwar vereinfacht - einfach ist er deshalb aber noch nicht. Darüber hinaus ist Deutschland beispielsweise für auswanderungswillige indische Fachkräfte schlicht unattraktiver als die USA oder Großbritannien. Das liegt zum einen an den größeren sprachlichen und kulturellen Unterschieden die überbrückt werden müssen. Weiterhin haben wir es bisher allerdings auch weitestgehend versäumt, den Arbeits- und Wohnort Deutschland dort erfolgreich zu bewerben, wo es wichtig ist. Die Blue Card ist in Indien nicht zwingenderweise unbeliebt - es hat bisher schlicht niemand Notiz von ihr genommen. An dieser Stelle haben wir noch einiges aufzuholen.


Sebastian Neuwirth ist Geschäftsführer der India Coaching & Consulting GbR, einer auf deutsch-indische Wirtschaftsbeziehungen spezialisierten Unternehmensberatung mit Sitz in Hamburg. Mehr Informationen zur Blue Card und anderen Themen finden Sie unter www.consulting-india.com.

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