(openPR) Vom 16. bis 26. August 2012 zeigt das Festival die jüdische Kultur in all ihrer Vielfalt.
Herrjemine! Potzblitz! Da schau her! Donnerwetter! Auf Jiddisch kann man all das sagen, indem man "Oi Va Voi" ruft. Die Musik der gleichnamigen Londoner Band klingt genauso: Eine unverwechselbare und mutige Mischung aus Klezmer und Hip Hop, Jazz und Drum'n'Bass. Das Ergebnis ist melancholisch und gleichtzeitig tanzbar. Ein verrückter Mix, wie er zu den 26. Jüdischen Kulturtagen in Berlin vom 16. bis 26. August besser nicht passen könnte: In den zehn Festivaltagen wird die jüdische Kultur in all ihrer Vielfalt gefeiert, mit Konzerten von Soul bis Synagogalmusic, Comic-Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen, Tanzveranstaltungen, öffentlichen Gottesdiensten und einem großen Fest.
Ein besonderer Ohrenschmaus für Jazzfreunde dürfte der Auftritt von Avishai Cohen werden. Der aus der Nähe von Jerusalem stammende Musiker wird als einer der größten Jazz-Bassisten in einem Atemzug mit Charles Mingus, Dave Holland und Charlie Haden genannt. Er arbeitete bereits mit Chick Corea und Herbie Hancock zusammen, bevor es ihn von New York zurück nach Israel zog. Dort gründete er sein eigenes Trio, welches sich in kürzester Zeit zu den gefragtesten Formationen der Szene mauserte. Seine unverwechselbare musikalische Sprache ist gefühlvoll und virtuos, seine Arrangements visionär. Außerdem macht es richtig Spaß, ihn live zu erleben, denn Cohen liebt die Bühne und ist dazu auch noch ein begnadeter Sänger.
Die wahren Hintergründe der Kabbalah
Ein weiterer Aspekt der Kulturtage widmet sich einem charakteristischen Teil jüdischen Lebens, dem Lernen und Lehren. In diesem Jahr ist der weltweit renommierte Dozent David Solomon zu Gast.
Der Gelehrte, Schriftsteller und Übersetzer ist für seinen dynamischen Lehrstil bekannt. In zwei Vorträgen untersucht David Solomon die Kabbalah, die jüdische Mystik und liefert eine Übersicht über die unterschiedlichen Denkrichtungen, kabbalistische Texte und Ideen sowie deren historischen Hintergrund. Dabei behandelt Salomon, selbst Kabbalist, auch den Ursprung der "populären" Kabbalah, zu deren Anhängern unter anderem die Sängerin Madonna zählt. Seiner Meinung nach fehlt es diesem Phänomen an Kontext.
Eine der beliebtesten Veranstaltungen der vergangenen Jahre darf auch in diesem Jahr nicht fehlen: Der Shuk Ha' Carmel, der größte Wochenmarkt in Tel Aviv, bring eine berauschende Vielfalt an ungewohnten Düften und Farben nach Berlin: Exotische Gewürze, frisches Brot, Obst, Gemüse, Kleidung, Kunst und Judaika werden hier gehandelt. Außerdem ist es ein beliebter Ort, um sich mit Freunden zu treffen und zu essen. Mit viel Musik wird Shuk Ha' Carmel zum rauschenden Fest.
Am Samstag, dem 18. August können Interessierte in der Langen Nacht der Synagogen, das religiöse Leben in den Synagogen kennen lernen und an einer Hawdala-Zeremonie zum Ende des Schabbats teilnehmen. Am 24. August laden die Berliner Synagogen ein, an den Schabbat-Gottesdiensten teilzunehmen. Das komplette Programm gibt es unter: www.juedische-kulturtage.org
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