(openPR) Mittelalterliche Chöre im Kontrast mit zeitgenössischem Cello, performative „Verrichtungen“ treffen auf Raum-Klanginstallationen: Ein spannendes Musikerlebnis für alle Sinne verspricht das Klang- und Performanceprojekt „in between“ im Neubaudes Ägyptischen Museums. Von gregorianischen Gesängen über Palestrina-Werke bis hin zu zeitgenössischer Chormusik reicht die Bandbreite der musikalischen Erkundungen. In gewohnt feinsinnigen darstellerischen Interaktionen öffnet Performance-Künstlerin Ruth Geiersberger weitere Horizonte und schafft doppelte Böden. Gregorianik und Musik von Giovanni Pierluigi Palestrina stehen „zwischen“ zeitgenössischer Chormusik zum Beispiel von Eric Whitacre oder Kerry Andrew, die als Reaktion auf Musik und Inhalt vergangenerZeiten verstanden werden soll. Hinzu treten Raum-Klang-Installationenvon Gerd Kötter, die im Besonderen die weiten und fast mystischen Räumlichkeiten im Blick und im Ohr haben. Das ensemble lukas unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Gerd Kötter lässt sich von noch leeren Räumen des Ägyptischen Museums zu einem Spiel mit Klang und Raum inspirieren, in dem die Musik immer wieder anders verortet wird und neue Hörerlebnisse erlaubt. Ruth Geiersberger setzt mit ihren „Verrichtungen“ eigene performative Akzente und lässt so einen spannenden Kontrast mit der Musik entstehen. Die Cellistin Johanna Varner wird im solistischen Spiel und im Dialog mit dem Chor ungeahnte Klangflächen entstehen lassen, die das Gehörte weiterspinnen oder eigene Impulse geben.
Gerd Kötter Kirchenmusikdirektor an St. Lukas, künstlerischer Leiter des Lukas-Chors München e.V. und des 2011 gegründeten Vokalensemble ensemble lukas. Ein Schwerpunkt der Arbeit von Gerd Kötter liegt in der Verknüpfung des musikalischen Geschehens mit Elementen aus der bildenden und darstellenden Kunst, sowie der Dialog mit zeitgenössischer Musik. Mit seinen innovativen Musikprogrammen setzt Gerd Kötter wesentliche Akzente in der Münchner Kulturlandschaft.
Ruth Geiersberger: Performerin, Schauspielerin und Sprecherin. Seit 1990 realisiert sie Projekte, die sie auch „Verrichtungen“ nennt, im Bereich theatraler Performance und szenischer Installation. Sie begibt sich auf der Suche nach „Heimat“ an ungewöhnliche Orte, die sich in einem sogenannten Wartezustand befinden wie Bahnhöfe oder Baustellen. Außerdem lässt sie sich von Kirchen, Museen und leer stehenden Räumen inspirieren. Mit ihren zahlreichen Projekten hat sie sich weit über München hinaus einen Namen gemacht.
Johanna Varner, Cello, Improvisation, Komposition: Johanna Varner, Gründungsmitglied des International Composers & Improvisors Ensemble Munich – kurz ICI, gilt als renommierte und außergewöhnliche Musikerin und widmet sich immer intensiver der improvisierten Musik. Sie rief die vom Deutschen Musikrat geförderte Konzertreihe „Internationale Begegnungen" ins Leben.
Konzerte des ICI Ensembles wurden vom BR mitgeschnitten und bei NEOS produziert. Johanna Varner kann auf eine Reihe von Solo-CDs verweisen. Neben ihrer Tätigkeit als Komponistin, Cellistin und Verlagsleiterin arbeitet sie auch als freie Autorin und als Illustratorin.
Gabelsbergerstr. 35, 80333 München
Mittwoch, 18. Juli, 20 Uhr
Tickets zu 22 € (ermäßigt 18 €) im Vorverkauf an der Tageskasse des Museums in
der Residenz oder an der Abendkasse im Neubau.
Telefonische Reservierungen: 089/289 27 630.








