(openPR) Ihre Arbeit erlebt Alexandra Schiess als einen künstlerischen Prozess der in erster Linie von den Sinnen gesteuert wird. Materialien sehen, riechen und fühlen. Betasten mit den Händen und schließlich mit dem Körper in Bewegungsabläufen erleben und beurteilen. Fühlt sie sich wohl in ihren Wahrnehmungen, wird die Idee weiter verfolgt. Das gilt sowohl für ihre Mode, wie für ihre Produkte als auch ihre Kostüme. Ein gutes Körpergefühl ist für die Designerin Alexandra Schiess gleichbedeutend mit einem persönlichen Freiheitsgefühl. Darum konzentriert sie sich in ihrer Materialauswahl auf Wirkwaren bzw. Jerseyqualitäten. Diese garantieren ihr den gewünschten Komfort. Sie verzichtet zudem auf unnötige Verschlüsse, Knöpfe oder einengende Bündchen und folgt in der Formensprache/dem Design der Funktion und dem Komfort. Es entstehen puristische und formreduzierte Modelle die Raum für Individualität und Entwicklung lassen.
Inspiration findet Alexandra Schiess in Kunst, Natur, Rhythmus (Musik) und Film. Issey Miyake und sein A-Poc-Konzept sowie die deutsche ZERO-Bewegung der Kunst der sechziger Jahre inspirieren sie. Auch hier geht es um Reduktion, um Befreiung von Ballast und Konzentration auf das Wesentliche - um ein Infragestellen von Gewohnheiten. Die Idee der Zen-Minimalisten, sich zu reduzieren um so Raum zur Entfaltung zu schaffen, trifft den Designgedanken von Alexandra Schiess. Ihre Kollektionen konzentrieren sich auf wenige Modelle, die fast alle mit einander kombinierbar sind und zum Teil mehrere Varianten/Optionen/Möglichkeiten in einem Stück bieten. Eine Bekleidungsphilosophie mit neuen Intentionen.
(ZERO-Mitbegründer Otto Piene: Zero - "Wir dachten an das [sic!] Countdown vor dem Raketenstart. Zero ist die unmessbare Zone, in der ein alter Zustand in einen unbekannten neuen übergeht.")
Basis ihrer Arbeit ist die Liebe zum Handwerk. Das erlernt die gebürtige Düsseldorferin in ihrer Schneiderlehre von 1991-95. Sie erfährt sowohl die Notwendigkeiten und Möglichkeiten der Massenkonfektion einer Industrieschneiderei als auch die Individualität und Vielfältigkeit eines Handwerkbetriebes. Es folgen drei Jahre Modestudium auf Schloss Eller in Düsseldorf mit der Abschlussarbeit zum Thema „Neue Wege des Konstruktivismus" (1996-99). Nach drei Assistenzjahren in verschiedenen Design-Studios entschließt sich Alexandra Schiess, wieder aus Liebe zum Handwerk, diese Kunst und ihr Wissen darin noch zu vertiefen. Sie absolviert 2001 die Meisterschule für Mode in Düsseldorf und startet dann als Damen- und Herren-Schneidermeisterin in die Selbstständigkeit.
2002 eröffnet sie ihre erste Ladenwerkstatt in Krefeld. 2005 erhält sie für ihre Kollektion den „IGEDO Förderpreis für junge deutsche Designer". Dieser ist verbunden mit einem Messeauftritt und einer ersten, eigenen Modenschau. 2006 lernt sie ihren Mann kennen, der seitdem maßgeblich am Erfolg der Marke beteiligt ist. Zeitgleich laufen erste Projekte mit Kostümdesign für das Tanztheater Essen. 2008 gewinnt Alexandra Schiess den „Red Dot Award" für ihr Designobjekt „Scarf". Im selben Jahr zieht das Unternehmen nach Rheinberg. Im April 2009 erfolgt die Eröffnung eines eigenen Showrooms mit Shop. Es entsteht das Kostümbild für „Gefährliche Liebschaften" an der Staatsoper Hannover (März 2010) und fast parallel das für „Hamlet" in Dortmund (November 2010).
Im Jahr 2008 wagt die Designerin den Schritt ins Ausland, sie stellt ihr Modelabel erstmals in Paris vor. Seitdem wird das Label ALEXANDRA SCHIESS über Deutschland, Österreich, Schweiz hinaus auch in den USA, in den United Kingdom, in Portugal, den Niederlanden, Belgien und Frankreich verkauft.
(Zusätzliche Informationen finden Sie unter: www.alexandraschiess.de)










