(openPR) Wie wird Strom aus Wasserkraft gewonnen? Wie viel Leistung erzeugt eine Fotovoltaik-Anlage? Wie funktioniert ein Blockheizkraftwerk (BHKW)? Was bedeutet der Ausbau der Windenergie für Schwabach – und vor allem: Was kostet die Energiewende für die Menschen in der Goldschlägerstadt? Fragen wie diese standen beim Informationsbesuch am Donnerstag, den 21. Juni 2012, auf der Agenda. Die Senioren-Union unter Leitung von Stadtrat Stefan Kosmann erwartete ein informativer Nachmittag mit Vorträgen von Experten, Rundgängen und einem Fototermin in schwindelnder Höhe.
Energiewende als Herausforderung mit Chancen und Risiken
Harald Falkner, technischer Leiter, Ernst Hofer, Betriebsleiter Netz Strom, Frank Schmidt, Leiter Bau Betrieb und Instandhaltung, und Martin Schwab, Experte für Energieberatung, standen den rund 54 Gästen Rede und Antwort. In jeweils rund 15-minütigen Fachvorträgen erläuterten sie, welchen Aufwand die Stadtwerke Schwabach jeden Tag betreiben, um eine sichere Stromversorgung zu garantieren, sich auf die Energiewende vorzubereiten und den Kunden zugleich stabile Preise anzubieten.
„Die Energiewende ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ziele der kommenden Jahr-zehnte und für uns als kommunaler Energieversorger eine große Herausforderung“, so Harald Falkner. „Informationsveranstaltungen wie diese sind optimal dafür geeignet, die mit der neuen Energiepolitik verbundenen Anstrengungen zu demonstrieren.“ Und Ernst Hofer ergänzt: „Wir wollen bis 2025 alle Privatkunden mit grünem Strom versorgen. Das setzt Investitionen in regenerative Anlagen, Energiespeicher und neue Netze voraus. Die kommunalen Versorger werden künftig vermehrt auch zum Erzeuger – mit allen Chancen und Risiken.“
Rundgänge zur Fotovoltaikanlage und zum BHKW
Wie effizient regenerative Anlagen in Schwabach bereits heute eingesetzt werden, davon konnte sich die Seniorren-Union selbst überzeugen. Die Stadtwerke-Experten führten die Gäste zum Blockheizkraftwerk und zur Fotovoltaikanlage der Bürgerkraftwerke Schwabach GmbH (BKS). „Seit rund einem Jahr bietet die BKS die Möglichkeit, über ein fest verzinstes Beteiligungsdarlehen in Solarkraft zu investieren“, so Frank Schmidt. „Heute werden mit dieser Anlage rechnerisch circa 50 Haushalte im Jahr versorgt. Modelle wie diese könnten in Zukunft weit häufiger zum Tragen kommen, um die Energiewende für Energieversorger und Stromkunden zugleich finanzierbar zu machen.“
Energieeinsparung und Energieeffizienz
Dass auch die Stromkunden ihren Beitrag zur Energiewende leisten müssen, betonte Ener-gieberater Martin Schwab. „Die Gesellschaft muss den Kraftwerksabbau und den Ausbau der Netze mittragen. Es ist unerlässlich, sparsam und effizient mit den vorhandenen Energieressourcen umzugehen.“ Die Stadtwerke Schwabach setzen deshalb auf zahlreiche Aktivitäten im Bereich Klimaschutz. Das Spektrum reicht von der Energieberatung vor Ort über Ökostromprodukte, Elektromobilität bis hin zur aktiven Mitarbeit im Arbeitskreis Klimaschutz. Stadtrat Stefan Kosmann zeigte sich beeindruckt: „Über das Thema Energiewende wird zurzeit viel geschrieben und kontrovers diskutiert. Es ist hilfreich, sich vor Ort bei Experten selbst ein Bild zu machen, um die entscheidenden politischen Impulse geben zu können.“











