(openPR) Mehr Strom aus Windkraft: Am 11. Mai 2012 haben die Gemeindewerke Wendelstein sowie die Stadtwerke Schwabach gemeinsam mit weiteren 21 bayerischen Energieversorgern Kaufverträge zum Erwerb von drei Windparks in Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit insgesamt 42 Megawatt-Leistung und einem Investitionsvolumen von über 75 Millionen Euro unterzeichnet. Der Wendelsteiner Anteil an dem Windparkprojekt liegt bei 1,577 Megawatt (MW), Schwabach kommt auf 1,5 MW.
Die beiden Windparks Neutz I und Neutz II in der Nähe von Halle sowie Spremberg südlich von Cottbus werden in den nächsten Monaten erstellt. Durch die drei Windparks werden in Wendelstein zusätzlich rund 1.170 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.000 kWh versorgt, in Schwabach sind es rund 1.000 Haushalte.
Rechnet man die Leistung der bereits in Betrieb gegangenen Windparks Domnitz I, Domnitz II und Zieger hinzu, steigt die Zahl der mit Windenergie versorgten Haushalte in den beiden Nachbargemeinden auf insgesamt 2.666.
Strom aus Wind: Das rentiert sich
„Die Gemeindewerke Wendelstein arbeiten zügig am Aufbau zukunftsfähiger Kraftwerkskapazitäten im Bereich Strom“, so Werner Langhans, zugleich Erster Bürgermeister von Wendelstein sowie Leiter der Gemeindewerke. „Gemeinsam mit den anderen Stadtwerken und Regionalversorgern der Energie-Allianz Bayern (EAB) haben wir uns bereits im Juni 2011 an einem ersten On-Shore-Windkraftprojekt mit einer Leistung von zwölf Megawatt und einem Wendelsteiner Anteil von 348 kW Leistung beteiligt“, ergänzt Werkleiter Herbert Wild.
Auch für die Stadtwerke Schwabach ist das Thema Windkraft nicht neu. Ebenso wie die Gemeindewerke Wendelstein sind sie an den Windparks Domnitz I und Domnitz II beteiligt. Zuletzt kam der südöstlich von Neumarkt in der Oberpfalz gelegene Windpark Zieger hinzu. „Wir arbeiten systematisch und konsequent daran, erneuerbaren Strom selbst zu produzieren. Windstrom ist rentabel und eine ideale Ergänzung zu unserem Erzeugerportfolio. Wir rechnen außerdem, dass wir mit den Windparks zusätzlich 1.481 Tonnen CO2 einsparen“, sagt Winfried Klinger, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwabach.
Und Matthias Thürauf, Oberbürgermeister der Stadt Schwabach, ergänzt: „Mit diesem Engagement kommen wir dem Ziel, bis 2025 alle Privatkunden mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen, ein Stückchen näher. Ich freue mich, dass wir im Verbund mit Wendelstein und anderen Gemeinden an einem Strang ziehen können.“
Leistungsstarke Rotoren bei Halle und Cottbus
Die beiden Windparks Neutz I und Neutz II umfassen zehn Windräder vom TYP E.N.O. Energy 92 mit jeweils 2.200 kW Leistung. Die Nabenhöhe dieser Windräder beträgt 103 Meter bei einem Rotordurchmesser von 92 Metern. Die Standorte befinden sich an der Autobahn A 14 bei Neutz in der Nähe von Halle in Sachsen-Anhalt. Die Windenergieanlagen erzeugen rund 52 Millionen kWh Strom. Der Anteil der Gemeindewerke Wendelstein liegt bei 3,752 %. Dies entspricht einer elektrischen Leistung von 826 kW und einer anteiligen Erzeugungsmenge von 1,8 MWh elektrischer Arbeit – umgerechnet einem Stromverbrauch von circa 600 Haushalten. Schwabach liegt mit 786 kW leicht darunter und wird aus dieser Quelle 524 Haushalte versorgen können.
Der Windpark Spremberg umfasst acht Windräder vom Typ Fuhrländer FL 2500-100 mit jeweils 2.500 kW Leistung. Die Nabenhöhe dieser Windräder beträgt 141 Meter bei einem Rotordurchmesser von 100 Metern. Der Standort befindet sich circa 25 km südlich von Cottbus. Die Windenergieanlagen erzeugen rund 46 Millionen kWh Strom. Der Anteil der Gemeindewerke Wendelstein liegt auch hier bei 3,752 %, was einer elektrischen Leistung von 760 kW und einer anteiligen Erzeugungsmenge von 570 Haushalten entspricht. Hinzukommen in Schwabach 714 kW, die für 476 Haushalte ausreichend sind.











