(openPR) Die Eliminierung von Biofilmen in Prozesswasser- und Kühlkreisläufen ist unerlässlich für eine optimale Energieeffizienz und Betriebssicherheit. Mit der VWS MOL® Katalysatortechnik bietet Berkefeld eine umweltverträgliche Alternative, die geltende Vorschriften sicher erfüllt und zugleich Betriebskosten minimiert. Eingesetzt wird das Verfahren zur vorbeugenden Desinfektion wie auch zur Sanierung mit Biofilm belasteter Kreislaufsysteme. In Kraftwerken und chemischen Produktionsanlagen hat sich die Technologie bei der Behandlung von Kühlwasser, zum Schutz von Umkehrosmose-Systemen und in der Raumluft-Klimatechnik bewährt.
Bei der Aufbereitung von Kühl- und Prozesswasser in Industrieanlagen, der Energieerzeugung und chemischen Produktion müssen Betreiber nicht nur die erforderliche Qualität für die jeweilige Anwendung im Blick haben. „Im Wasser gelöste Gase und Salze begünstigen biologisches Wachstum und Härteausfällungen“, warnt Peter Guttmann, bei Berkefeld Produktmanager für MOL® Technologie und Experte für Kühlwasserbehandlung. „Ohne Gegenmaßnahmen führen Biofouling und Scaling zu organischen und mineralischen Ablagerungen an den Oberflächen der wasserführenden Systeme. Diese verursachen Korrosion und erhöhen den Pumpenergiebedarf durch verminderte Wärmeübergänge und beeinträchtigte Strömungsprozesse erheblich. Biofilme sind zudem ein idealer Nährboden für gesundheitsschädliche Legionellen.“ Zur Desinfektion von Wasserkreisläufen bietet Berkefeld mit VWS MOL® CLEAN und VWS MOL® LIK zwei neue hochwirksame und zugleich umweltfreundliche Verfahren auf Basis von Festkörperkatalysatoren.
Biotenside gegen Biofilme
Der VWS MOL®CLEAN-Prozess beruht auf Wechselwirkungen der VWS MOL®-Vollmetallkatalysatoren, geringer Mengen des Betriebsstoffes MOL®aktiv E30 und den im Kreislaufwasser frei beweglichen Keimen. Bei den dabei ablaufenden Reaktionen entstehen neben Wasser so genannte Biotenside. Diese lösen die im Anlagensystem befindlichen Biofilme ab, verhindern nachhaltig den Neubewuchs und entziehen damit Bakterien, insbesondere Legionellen, Schutz- und Lebensräume. Durch die Beseitigung der Biofilme wird mikrobiologisch induzierte Korrosion verhindert, außerdem können so geeignete Korrosionsinhibitoren auf den freien Werkstoffoberflächen effektiv wirken. Der gleiche Effekt wird durch das VWS MOL® LIK-Verfahren erzielt. Hierbei werden unter Lichteinwirkung in einem bestimmten Wellenlängenbereich hochreaktive Hydroxylspezies gebildet und so Biotenside erzeugt. Unerwünschte Neben¬wirkungen für Mensch und Natur treten nicht auf. MOL® LIK verzichtet vollständig auf den Einsatz von Bioziden.
Nachhaltige Kostensenkung
Die VWS MOL®-Technologie hat sich insbesondere bei der Desinfektion von Kühlkreisläufen und Umkehrosmose (RO)-Anlagen bewährt. So entschied sich der Betreiber des KNG Steinkohlekraftwerks Rostock nach der Erprobung für den Einsatz von VWS MOL® CLEAN zur Kühlwasserbehandlung in seinem Naturzugkühlturm mit einem Durchsatz von 50.000 m³/h. Bei dem Verfahren entstehen keine schädlichen Reaktionsnebenprodukte wie AOX oder Endotoxine. Weil der Betriebsstoff MOL®aktiv E30 in Wasser und Sauerstoff zerfällt, verbesserten sich die Ablaufqualitäten für die Einleitung in Oberflächengewässer. Zudem reduzierte sich der Chemikalienverbrauch erheblich.
Beim Einsatz von VWS MOL® CLEAN werden die Katalysatorelemente in der benötigten Anzahl an einer geeigneten Stelle des Kühlkreislaufes installiert. Hinzu kommt eine komplett vorgefertigte Dosierstation. Die Dosierung von MOL®aktiv E30 erfolgt direkt am Katalysator über eine Dosierleitung mit Dosierventil. Genau abgestimmt auf die jeweilige mikrobiologische Belastung des Systems sowie die mittlere Verweilzeit des Kühlwassers im Kreislauf erfolgt die zeitgesteuerte Zugabe. Da es auf Grund der Wasserverdunstung im Kühlturm zu einer Aufsalzung („Eindickung“) kommt, ist als Härtestabilisator Hydrex 2240 zuzusetzen. Berkefeld bietet eine kontinuierlich optimal gesteuerte Kühlwasserbehandlung einschließlich regelmäßiger Wasseranalysen mit Protokollierung und Empfehlungen zur optimalen Betriebsweise unter Beachtung der VDI 3803 und des VDMA-Einheitsblatts.
Gesteigerte Anlagenperformance
Zu den Referenzen zählt auch das Industriekraftwerk in Hamm. Hier wurde die konventionelle Biozid-Desinfektion des RO-Systems zur Kesselspeisewasserbehandlung durch ein im Vorlauf installiertes VWS MOL® LIK-Modul ersetzt. Das Verfahren führte zu einer vollständigen Eliminierung des Biofilms. Dadurch stieg die Anlagenperformance und zugleich entfielen die Kosten für den mikrobiologisch bedingten Anstieg des Pumpenergieverbrauchs von rund 5.000 KW/h jährlich. Zudem profitiert der Betreiber durch den vollständigen Verzicht auf Biozide, der auch die Umwelt entlastet.
„Die wesentlichen Vorteile der VWS MOL® Katalysatortechnologie liegen zum einen in den geringen Betriebskosten, etwa durch verlängerte Reinigungsintervalle und den verminderten Chemikalienverbrauch. Zum anderen ist sie umweltverträglicher als konventionelle Lösungen, weil auf Biozide verzichtet wird und die Biofilm-Eliminierung Legionellen wirksam vorbeugt“, so Peter Guttmann zusammenfassend.


















