(openPR) An zahlreiche Kunststationen rund ums Rumpenheimer Schloss gelangen die Besucher am 15. September zwischen 14 und 19 Uhr und am 16. September von 12 bis 18 Uhr, wenn sie den verlegten, roten Fußspuren folgen. Dort geben die Rumpenheimer Kunstschaffenden sowie ihre Gastkünstler einen Einblick in ihre Arbeiten. Je ein Werk pro Künstler wird bereits am Freitag, den 14. September um 19:00 Uhr in der Rumpenheimer Schlosskirche präsentiert. Dort spielen zur Ouverture Mónica Rincón und Nina Steinbronn mit Harfe und Flöte auf.
Inspiriert von Alltäglichem, Gesehenem und Gefühltem entstehen bei Andrea Plefka in Form- und Farbgebung stark reduzierte Aquarelle, deren Interpretation dem Betrachter obliegt. Neben ihr stellt Lucie Heirich neue Fotografien von „Licht und Schatten“, von „Wahrheit und Täuschung“ in überraschenden und spannenden Spiegelungen ohne nachträgliche Bild-Bearbeitung im Casino des Westflügels aus.
Im rechten Tiefkeller des Hauptbaus zeigt Marina Greis neue Arbeiten aus ihrer LichtWelt-Werkstatt - vom bildhaften Wandobjekt über freistehende Skulpturen bis hin zum filigranen Mobile. Sie lässt aus den unterschiedlichsten Materialien wie Glas, Rinde, Acryl, Spachtelmasse und Draht in sichtlicher Experimentierfreude fantasievolle Objekte entstehen. Immer mit dabei ist das Licht. Sei es in Gestalt des Tageslichts, das je nach Einfall und Tageszeit die Objekte im Farb- und Schattenspiel zum Leben erweckt oder durch integrierte Beleuchtung, welche die Arbeiten bei Dunkelheit in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.
Im Lichte dieses Tiefkellers überrascht Wilhelm Hardt mit seiner Arbeit „Problemlösung“, bei der ein genervter Riese unseren Heimatplaneten einfach mittels Hebelkraft entsorgt. Bizarr und filigran sind seine Läufer in der Plastik „Run for... what?“, die nicht von der Stelle zu kommen scheinen und sich dabei die Sinnfrage stellen: Wozu…? Außerdem bietet Wilhelm Hardt an, den „Stein im Brett“, den Sie bei jemandem haben, nach Ihren Wünschen herzustellen.
Jörg Häusler ist im linken Tiefkeller mit seinen neuen Arbeiten vertreten: Neben Bildern mit ausdrucksstarken Farben zeigt er interessante Objekte in Holz und Metall. In Regina Bahmanns vorwiegend abstrakter Malerei verbindet sich farbliche Komposition mit subtiler Lyrik. Darüber hinaus präsentiert sie eindrucksvolle Exponate aus ihrer photographischen Serie "Stadtbilder". Als dritter im Bunde zeigt Daniel Amadeus Michel Kleinskulpturen aus seiner Themenreihe „Holz - Steincollagen“. Diese Arbeiten bestehen aus einem nur mit der Kettensäge bearbeiteten Holzkörper, der nach einer Farbgebung mit natürlich belassenen Flachkies in ein Gesamtkonzept gebracht wird.
In den Seitenlogen der Schlosskirche eröffnet die Künstlerin Sabine Perez zwei temporäre „Shops“ mit Stickereien. Shop 1: „Super-Schnäppchenmarkt“, Shop 2: „Workshops in alter Leinenstickerei“. Ebenfalls in der Schlosskirche präsentiert Daniel Perez eine besinnliche Installation. Hier erklingen Auszüge aus seinen Texten musikalisch untermalt im Einklang mit einer Lichtskulptur und geben einen Einblick in seine Gedankenwelt.
Gegenüber im Mausoleum stellen die drei- bis sechsjährigen Kinder der Kita 3 Offenbach sich im Selbstportrait dar: ICH, wenn ich groß bin! Die Keramikarbeiten, die unter der Anleitung von Peter Jakubowski entstanden sind, können in Bronze gegossen und dann sogar erworben werden.
Im Schlossinnenhof sind Sonja Schilling, Hannes Metz und Manfred Funke vertreten. Schillings Passion ist es, den Menschen darzustellen, so wie er ist - in all seiner Widersprüchlichkeit, seine positiven wie auch negativen Gefühle und Stimmungen. In ihren Tonarbeiten bringt sie Gestik, Mimik und Körperhaltung zum Ausdruck. Ein Teil der Skulpturen von Metz entstand durch Renovierungsarbeiten an einem denkmalgeschützten Haus. Durch die Verwendung alter Eichebalken und die Ergänzung mit Glas, Metall, Stein, Kunststoff sowie anderen Materialien entstehen kontrastreiche Plastiken, die Altes und Neues in Einklang miteinander verbinden. Zentraler Arbeitsschwerpunkt für Funke ist die kinetische Plastik. In unterschiedlichen Abstraktionsgraden werden von ihm Stahl, Edelstahl und Fundstücke beweglich gemacht, um in diesem neuen Kontext Magie und Poesie auszustrahlen.
Edles und Profanes, buntschillerndes Glatt und schroffes Matt macht das Schmuckdesign von Wolfgang Uhl so unverwechselbar. In seinem Atelier in der Rumpenheimer Schlossgasse 4 präsentiert er außergewöhnliche Ketten, Ringe und Ohrringe. In spannendem Zusammenspiel von Form und Farbe mit diesen Materialien werden hier Arbeiten von Petra Maria Mühl ausgestellt. Ihre Fotografien experimentell angefertigter Wachsobjekte zeigen die Feinheit von Rosenblättern in ungewöhnlicher Größe. Die Abstufung der Schärfegrade im veränderten Blick durch das Wachs und vielschichtige Farbigkeit führen in den großformatigen Fotografien zu einer eigenständigen Formensprache. Ein einzigartiger Rosen-Kosmos eröffnet sich.
Ein Huhn kommt selten allein - was die Radierungen von Jutta Hingst in der Landgraf-Friedrich-Straße 1 beweisen. Die Hühner sind allein, zu zweit, in kleinen Gruppen oder sie befinden sich in ganz anderer Gesellschaft. Mit ihr stellt in den Räumlichkeiten der Bürgerinitiative Rumpenheim Manfred Menzel aus. Er zeigt bei den Kunsttagen Fotografien ungewöhnlicher Kunst an verblüffenden Orten. Dabei geht es um ständig wechselnde Inszenierungen des Zusammenspiels zwischen Kunst und Raum.
Weiter hinten in der Nr. 25a befindet sich das Atelier „ARTmosphäre“ der Keramikgestalterin Birgit Palt. Dort sind überdimensionierte und farbenfrohe Muscheln und Schnecken aus Steinzeugkeramik zu bestaunen. Neben Glasschmuck, Radierungen und Filztaschen präsentiert Palt zarte und durchscheinende Porzellanobjekte, zeitweise in Kombination mit selbst hergestellten Glasobjekten.
Nicht weit davon entfernt - im Schuppen in der Waitzenäckerstraße 4 - präsentiert die Gruppe „Wortklang“ an beiden Ausstellungstagen um 14:00 Uhr und 16:00 Uhr Lyrik mit Musik. Katharina Eismann, begleitet vom Pianisten und Gitarristen Wolf Dieter Köster und dem Perkussionisten Bernd Cürten, laden zu einer hitzigen Wortreise ein. Rhythmisch frech, verfremdet oder sphärisch untermalt kommt es so zu Begegnungen mit der unverwüstlichen Distel oder den Gartendämonen.
Unter dem Motto „head under hat“ zeigt Waltraud Bauer in der Enkheimer Str. 27 ihre kunstvoll gestalteten Filzhüte. Jedes Objekt ist ein aus Naturmaterialien hergestelltes Unikat. Dazu kombiniert sie Farben und Materialien zu einzigartigen Kopfbedeckungen für Männer und Frauen. Einzelne Woll- und Seidenfasern werden unter Wärme, Feuchtigkeit und Reibung zu einem Ganzen verfilzt und anschließend in Form gebracht. Als besonderes Highlight kann man das persönliche Stück auch mit einer eingearbeiteten Echthaarlocke erhalten.
Der Rückweg zum Schloss sollte über das Kleine Gässchen 13 - 15 genommen werden. Hier zeigt Chris Reinelt in seinem Atelier Glas in leuchtenden Farben, geformt zu kleinen und großen Schalen, zu Objekten oder zu Accessoires für den Raum. Eindrucksvoll ist auch sein Schmuck aus glitzerndem Dichroic-Glas. Selbst gedrehte Perlen und Kettenanhänger, gestaltet in aufwendiger Kämmtechnik, ergänzen sein Schmuckangebot.
Ebenfalls im Hof des Kleinen Gäßchens präsentiert Janine Bruchet Collins ihre leidenschaftliche Landschafts-Malerei, die oft auch Eindrücke aus der Natur dieser Region transportieren. Nur sonntags wird dort auch das „JuKuMo“ der Jugendkunstschule Offenbach stehen, das einerseits Schülerarbeiten der Jugendkunstschule zeigt aber auch Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gibt, vor Ort eigene kleine Kunstwerke zu schaffen. Die Schreibwerkstatt Klingspor Offenbach zeigt historische und zeitgenössische internationale Kalligraphien. Mitglieder der Schreibwerkstatt beteiligen sich mit Schreibvorführungen und Führungen durch die Ausstellung "Werke von Karlgeorg Hoefer und Dozenten der Schreibwerkstatt".
Des weiteren lohnt sich ein Sprung in die Fischergasse 8. Die hier von der Musikerin Ute Jeutter gezeigten farbenfrohen Aquarelle sind von den im Süden allgegenwärtigen Wäscheleinen inspiriert. Unter dem Titel „Neulich auf der Wäscheleine…“ präsentiert sie mit expressivem Pinselstrich das Thema Wäsche in seiner ganzen Vielfalt. Viele Orte von Frankfurt und Offenbach erkennt man in den Pastellkreide-Zeichnungen von Leonore Poth. Auf ihren Streifzügen scheint sie die Stadt zu inhalieren und über Hand und Stift wieder aufs Papier hinauszubefördern.
Musikalisch werden die Rumpenheimer Kunsttage am Sonntag ab 15 Uhr durch den jungen Saxophonisten Simeon Scheib an den Stationen rund um den Schlossinnenhof unterstützt. Den Abschluss der Rumpenheimer Kunsttage gestalten am 23. September um 16:30 Uhr – wiederum in der Schlosskirche – Leevke Hinrichs (Traversflöte) sowie Torsten Mann (Cembalo) mit einem Programm, das dem Preußenkönig Friedrich dem Großen gewidmet ist, dessen Geburtstag sich dieses Jahr zum 300. Mal jährt.











