(openPR) Besonders im Bereich IT und New Media stützen sich immer mehr Unternehmen auf einen externen Dienstleister, lagern zahlreiche Leistungen aus oder erwerben Lizenzen für spezielle Softwareprodukte. Daraus ergeben sich oft langfristige fruchtbare Kooperationen.
Doch manchmal entstehen dadurch auch Probleme, etwa wenn die Zusammenarbeit wieder beendet werden muss. Die Gründe für einen Dienstleisterwechsel sind vielfältig, seien es Unstimmigkeiten in der Zusammenarbeit, Insolvenz des Anbieters oder neue Anforderungen an das IT-System. Die Probleme, die sich daraus ergeben können, sind meist darin begründet, dass man im IT-Bereich schnell abhängig ist von den Dienstleistern deren Haussysteme man nutzt. Die Folge ist, dass bei einem Dienstleisterwechsel oft das komplette System neu erstellt – und auch bezahlt – werden muss. Bei der Implementierung eines neuen Systems kommen dann noch zusätzliche Kosten und der Zeitaufwand für eine Umschulung bzw. Einarbeitung der Projektbeteiligten hinzu.
Der Dienstleiter, dessen System man nutzt - meist in Form einer Lizenz - hat nach einiger Zeit eine Art Monopolstellung: Wartung und Erweiterungen können nur von ihm ausgeführt werden, was leider einige Dienstleister zu ihrem Vorteil zu nutzen verstehen.
Einen möglichen Weg aus dieser Abhängigkeit bieten „Open-Source-Lösungen“: Sie können dienstleisterunabhängig eingesetzt werden, da der für die Bearbeitung nötige Quellcode des Programms frei zugänglich ist. Immer mehr Kunden steigen auf diese offenen Systeme um, da sie so ihre Kosten senken und gleichzeitig ihre Unabhängigkeit und Sicherheit gewährleisten können.
Was ist Open Source – Was sind meine Vorteile?
Die Vorteile resultieren aus den drei Kernprinzipien, auf denen Open-Source-Software beruht:
1. Verfügbarkeit des Quellcodes und das Recht, ihn ändern zu dürfen
Jeder interessierte Entwickler kann das Programm beliebig erweitern und verbessern. Fehler und Sicherheitslücken können schnell aufgespürt und behoben werden.
2. Das Recht, die Open-Source-Software sowie alle Änderungen und Verbesserungen am Quellcode weiterzugeben.
Dadurch werden die Qualität und die Funktionalitäten der Software ständig verbessert.
3. Keine Exklusivrechte an der Software
Open-Source-Software steht allen offen. Die Probleme, die bei Anbietern kommerzieller Software entstehen, wenn diese ihre Geschäftstätigkeit aufgeben, gibt es bei Open-Source-Software nicht, weil ihre Entwicklung und ihr Fortbestehen nicht von einzelnen Firmen abhängt.
Unternehmen, die Open-Source-Lösungen einsetzen, können leicht den Dienstleister wechseln, da sehr viele Agenturen und freie IT-Spezialisten mit diesen Systemen arbeiten und sie professionell betreuen.
Konkret bedeutet das folgende Vorteile:
Bessere Verhandlungsposition bei der Erstellung, Erweiterung und Wartung der Anwendungen
Unabhängigkeit von Dienstleistern
Keine Lizenzgebühren (die sich übrigens meist erhöhen,Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen oder die Öffentliche Verwaltung dürfte die Wartungsfreundlichkeit von Systemen mit offenem Quellcode ein entscheidender Vorteil sein.)
Die meisten Open-Source-Programme können von jedem Rechner aus aktiviert und konfiguriert werden - auch per Internet. Vielfach kann darauf verzichtet werden, einen großen Experten-Stab im eigenen Haus einzustellen.
Personalkosten entfallen und im Bedarfsfall kann auf externe Berater zurückgegriffen werden.
Für Unternehmen und Behörden mit knappen Budgets beinhaltet Open-Source-Software den Vorteil, dass weder für die zugrundeliegende Software noch für Verbesserungen oder Änderungen an der Software Lizenzgebühren erhoben werden dürfen.
Ein weiterer Vorteil bei der Nutzung von offenen Standardlösungen ist die Kompatibilität mit anderen Produkten, die auch bei sehr komplexen Systemen gegeben ist. Sehr spezialisierte, proprietäre Lösungen dagegen sind meist nicht mit anderen Softwarelösungen vereinbar.
Auswahl des passenden Systems
Trotz zunehmenden Bekanntheitsgrades in der Öffentlichkeit ist es mitunter noch mühsam herauszufinden, welche Lösung für welchen Anwendungsbereich am besten geeignet ist. Systeme gibt es viele.
Entscheidend bei der Auswahl der richtigen, passenden Open-Source-Lösung ist, dass die Standards eingehalten werden (und zwar die, die auch in Zukunft ein Rolle spielen werden). Nur so ist ein reibungsloses Zusammenspiel mit anderen Produkten (Open Source und proprietär) möglich. Dies im Detail zu beurteilen erfordert nicht nur Erfahrung sondern auch einen Überblick über die aktuellen technischen Diskurse.
Vor allem im Internet- und Kommunikationsbereich fällt es fachfremden Mitarbeitern oft schwer, die unterschiedlichen Lösungen zu beurteilen. Der zeitliche Aufwand, um sich in neue Fachgebiete einzuarbeiten, Anbieter zu vergleichen und auszuwählen, kann ganz erheblich sein und den Mitarbeiter von der Erledigung seiner eigentlichen Kerngeschäfte abhalten.
Mit den nötigen Erfahrungen fällt nicht nur die Beurteilung der Angebote leichter: Wer die Branche kennt, den Markt beobachtet und Projekte mit wirklich passenden Dienstleistern koordiniert, kann mit überraschend geringen Budgets arbeiten.
Für solche Projekte empfiehlt es sich daher meist, einen externen Berater hinzuzuziehen, der nicht nur bei der Auswahl der Dienstleister und der Abwicklung von Verhandlungen wertvolle Unterstützung bieten kann.
Auch nach der Umsetzung kann ein Berater hilfreich sein, wenn sich dem Unternehmen durch eine Neuerung im IT-Bereich etwa auch neue Märkte bzw. Kunden öffnen, die es zu erobern gilt.








