(openPR) Um den Relaunch ihrer Website auf eine originelle und ungewöhnliche Weise zu promoten, hat die Frankfurter Agentur für Kommunikation Liebchen+Liebchen eine fiktive Werbeagentur an den Start gebracht, die sich mit eigener Homepage und eigenem Facebook-Profil im Internet präsentiert.
Auf der Website des Unternehmens »Schnell&Schmutzig« spielen schmissige Statements wie »Wir sind Dienstleister. Will heißen: Unsere Dienste müssen Sie sich erst mal leisten können.« mit dem Klischee der windigen, mit allen Wassern gewaschenen Werber. Die auf der Website gezeigten Arbeitsproben: eine Ode an den schlechten Geschmack, aber eben doch noch im Bereich des Möglichen. Die Agenturchefs: Schaumschläger, denen Kunden ihre Etats nicht einmal im Traum anvertrauen würden. Alle denkbaren Negativerwartungen werden verlässlich erfüllt.
Dabei geht es Ilona Liebchen, der Geschäftsführerin von Liebchen+Liebchen, keineswegs um Provokation. »Wir zeigen das Zerrbild einer Werbeagentur«, erklärt Liebchen, »die den Übergang zum Dienstleister, der partnerschaftlich mit seinen Kunden zusammenarbeitet, nicht vollzogen hat. Die von uns erfundenen Agenturleute sind viel zu sehr mit sich selbst und ihrem kreativen Ethos beschäftigt.« Mit der Aktion wendet sich Liebchen+Liebchen an potenzielle Auftraggeber. Das Signal an sie: Die Agentur hat verstanden, was Kunden auf keinen Fall wollen. Und sie hat die passenden Angebote.
Für Besucher der Schnell&Schmutzig Website erfolgt die Auflösung des gesammelten Agenturelends durch einen verlinkten Störer, der immer wieder auf der Seite erscheint: Wer ihn anklickt, gelangt direkt auf die frisch relaunchte Website von Liebchen+Liebchen.
Pressemeldungen in den relevanten Branchenmedien zeigen ebenso wie die große Resonanz in den Sozialen Netzwerken, dass das »Inverse Marketing« offenbar deshalb so gut funktioniert, weil es Humor und Unterhaltsamkeit als kommunikativen Mehrwert nutzt.
Das Portal Marketing, Werbung und Medien HORIZIONT.NET findet es denn auch »äußerst amüsant«, den Webauftritt von Schnell&Schmutzig zu durchstöbern. Eingehend besprochen werden die online präsentierten Arbeitsproben sowie die Selbstdarstellung der inhabergeführten Agentur. »Der Knüller« aber seien die Lebensläufe der Chefs. Daran schließt sich die Frage an: »Wie kann so ein Laden heutzutage überhaupt existieren?« Die Antwort: »Tut er doch gar nicht: Schnell&Schmutzig ist eine Erfindung der Frankfurter Agentur Liebchen+Liebchen, die mit der Aktion ihre eigene Branche ein wenig auf die Schippe nehmen möchte.«
Unter der Überschrift »Liebchen+Liebchen gründet Agentur Schnell&Schmutzig« nimmt sich das Branchenportal W&V der »ungewöhnliche(n) Form des Eigenmarketings« an. Aufmerksamkeit verdienen nach Ansicht der W&V Redakteure vor allem die Kurzbiografien der Agenturinhaber sowie die Arbeitsproben. Diese, so lautet die nicht ganz erst gemeinte Empfehlung, »schaut man sich lieber nicht an«.
PAGE online beschreibt Schnell&Schmutzig als »böse Parodie auf unfähige Werbeagenturen« und begeistert sich ebenfalls für die Arbeitsproben: »Toll sind auch die Arbeitsproben in der Rubrik Work – grottige, aber dennoch nicht ganz unmögliche Entwürfe mit platten Headlines und ausgelutschten Metaphern. Herrlich.« Das Fazit des Artikels: »Eine amüsante Selbstvermarktungs-Aktion!«










