(openPR) Glücklich sitzt Kira vor dem rechteckigen Glasausschnitt auf dem Boden und schaut gespannt nach unten, während die Gondel 50 m hoch steigt und über Freiberg kreist. Höhenangst kennt die kleine Gewinnerin des Stempelspiels auf der Freiberger Leistungsschau offensichtlich nicht. Während die von ihr eingeladenen Erwachsenen sich von Märchenerzählerin Sabine Lang mit Rosensecco und raffinierten Köstlichkeiten verwöhnen lassen, ist Kira gebannt vom Weitblick, der sich unter ihr auftut. Als sie endlich „Gleich sind wir wieder unten!“ ruft, klingt es fast enttäuscht.
„Unterhaltung für die ganze Familie“ hatten Veranstalter BDS Freiberg und das Organisationsteam aus dem Hause Memminger versprochen. Bürgermeister Dirk Schaible bedankte sich in seiner Eröffnungsrede für das Engagement der Organisatoren und den Einsatz der Gewerbetreibenden, ohne die eine Leistungsschau nicht stattfinden würde. Und es hat sich gelohnt: „Meine Kinder sind glücklich und waren den ganzen Tag beschäftigt“, ruft eine zufriedene Mutter als Abschiedsgruß. Hüpfburg, Jugenddisco, Bagger- oder Gondelfahren, alte Autos anschauen, die Kinderturnwelt erkunden, Ponyreiten, Kistenstapeln, Modellautos oder Kinderquads fahren – Abwechslung war für Kinder jeden Alters geboten. Aber auch die Erwachsenen kamen auf ihre Kosten: Während die Männer mit dem Oldtimerstammtisch über die ausgestellten zwei- und vierrädrigen Fahrzeuge fachsimpelten, bewunderten die Frauen Schmuck und Mode. Konzentrierte Blicke sah man beim Segway-Parcours um die aufgestellten Eimer. Zaghaftem Probieren von Löwenzahnsaft folgte ein erleichterter Blick, schmeckt eigentlich ganz frisch und soll dazu noch gesund für Leber und Galle sein?
Gerne nahmen die zahlreichen Besucher die Einladung an, sich in aller Ruhe über das Angebot von Handel, Handwerk, Dienstleistung und Vereinen zu informieren. Viele kamen gezielt, weil sie sich für bestimmte Themen interessierten, andere hatten einfach ihren Sonntagsausflug ins Ried verlegt und nutzen das schöne Wetter für einen ausgedehnten Bummel. Ein großes Thema war sicherlich die energetische Sanierung des Eigenheims, wo sich die Besucher bei den ausstellenden Fensterbauern, Dachdeckerbetrieben, Zimmereien, Stuckateuren, Flaschnereien und Elektrobetrieben umfassend informieren konnten. „Die Leistungsschau ist für uns eine gute Gelegenheit, Besuchern im Betrieb zu zeigen, was wir alles können. Einigen war z.B. gar nicht klar, dass wir auch selber produzieren“, so der Chef eines im Ried ansässigen Metallbaubetriebs. Auch für die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen war die Leistungsschau eine gute Gelegenheit. „Leider sind wir für dieses Jahr schon voll belegt, bieten aber nächstes Jahr wieder Ausbildungsplätze an“, bedauert die Juniorchefin des Garten- und Landschaftsbaubetriebes im Ried. Wer hier weitere Unterstützung benötigte, war am Stand der Jobbrücke Freiberg e.V. gut beraten.
Auch wer seinen Haushalt optimieren wollte, kam auf der Leistungsschau auf seine Kosten: „Das geht ja wie von selbst“, rief eine begeisterte Besucherin angesichts des Bügelsystems mit Luftunterstützung von der Unterseite. Nebenan interessierten sich Hobbyköche für die technischen Möglichkeiten der jüngsten Herdgeneration und probierten gerne die Ergebnisse. Seit es die gute alte Glühbirne nicht mehr gibt, muss sich der Käufer zwischen diversen Leuchtmitteln entscheiden, viele nahmen deshalb gerne die Gelegenheit wahr, sich auf der Leistungsschau einen Überblick zu verschaffen und sich beraten zu lassen.
Das abwechslungsreiche Bühnenprogramm mit Versteigerung, Modenschau, Auftritten der Vereine und Musik rundete einen gelungenen Sonntag voller Begegnungen und Erlebnisse ab.













