(openPR) Herford. Die medikamentösen Therapie- Möglichkeiten werden immer vielfältiger. Über 90 Besucher kamen ins Klinikum und wollten mehr wissen. „Es ist schon erstaunlich was sich da in den letzten Jahren bewegt hat und es geht weiter“, stellt Frau Dr. med. Annette Walter, OÄ der Klinik für Neurologie, fest. Am Beginn ihres Vortrages, den sie im Rahmen der MS Wochen 2012 präsentierte, erinnerte sie sich: „Früher haben wir auch schon mal Chemiker bitten müssen, für uns bestimmte Wirkstoffe herzustellen. Heute gibt es das fertig aus der Packung“. Vieles ist neu auf dem Markt, weiteres kommt ständig dazu. Langzeitbeobachtungen sind da nur vereinzelt möglich. Die Beantwortung der Frage nach Bewährtem, bewährtem Neuen und ganz Neuem in der Therapie der Multiplen Sklerose, so der Titel des Referates, sollte dem wachsenden Informationsbedarf der Patienten entgegen kommen. Denn die Therapie soll nach Meinung ihres in Herford niedergelassenen Kollegen, Dr. Schreiber, so früh wie möglich beginnen. Zur Not auch in diagnostischen Zweifelsfällen. Es gäbe hier nur ein schmales Zeitfenster, gerade auch wenn mit bleibenden Behinderungen als Folge eines MS- Schubes zu rechnen ist. Zu langes Abwägen oder gar Verzicht auf eine Therapie habe sich eher als sehr ungünstig für Patienten erwiesen, hält der Neurologe fest. Immer sei rechtzeitig ein aufklärendes Gespräch mit dem Arzt zu suchen. Der Leiter der Klinik für Neurologie, Prof. Matthias Sitzer, lenkte die Sicht von der medikamentösen Therapie hin auf den Alltag mit MS und kündigte an, dass der Herforder MS Familientag 2012 bereits in Planung ist. Dieser stellt wie gewohnt den Menschen und nicht die Therapiemaßnahmen in den Vordergrund. Mehr Informationen im Netz: www.ms-kompetenznetz-owl.de











