(openPR) Reutlingen. Das Land Baden-Württemberg fördert ab nächstem Jahr die Ausbildung junger Journalisten an der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl. Die bundesweit renommierte Schule erhält zwei Jahre lang 150 000 Euro pro Jahr. „Damit ist die Fortführung der Schule vorerst gesichert“, freut sich Dr. Ulrich Bausch, der als Leiter der Volkshochschule Reutlingen auch für die unter dem Dach der VHS angesiedelten Journalistenschule verantwortlich ist.
Seit 2005 werden in Reutlingen junge Journalisten in einem einjährigen Lehrgang zu Reportern ausgebildet. Zu den Dozen-ten zählen viele namhafte Journalisten bekannter Zeitungen und Zeitschriften. Obwohl viele Absolventen aus Reutlingen inzwischen in Redaktionen wie „Spiegel“, „Die Zeit“, oder „Süddeutsche Zeitung“ arbeiten und bereits mehrere mit Journalistenpreisen ausgezeichnet wurden, hatte die Schule bislang keine ausreichende finanzielle Basis. „Ohne die bisherige Unterstützung durch Firmen und Institutionen wie Porsche, die Unternehmensgruppe Fischer, Heinrich Schmid, Panasonic oder die Wiedeking-Stiftung hätten wir dieses so erfolgreiche Projekt nicht betreiben können“, sagt Bausch. Er dankte daher insbesondere Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid (SPD), der sich innerhalb der Landesregierung für die Förderung des Qualitätsjournalismus stark gemacht habe. Aber auch Staatssekretär Jürgen Walter (Grüne) vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, habe einen erheblichen Teil dazu beigetragen, den Fortbestand der für Baden-Württemberg einmaligen Einrichtung zu sichern.
In den vergangenen Monaten hatten sich viele Einzelpersonen und Institutionen für die Reutlinger Journalistenschule eingesetzt, darunter Edzard Reuter, der das Kuratorium der Schule leitet, der Leiter des Institutes für Medienwissenschaften der Universität Tübingen, Prof. Bernhard Pörksen, Chefredakteure großer Magazine wie GEO, Unternehmer wie Dr. Carl-Heiner Schmid und Klaus Fischer, der Publizist und ehemalige Pressechef von Porsche, Anton Hunger, Ex-Staatssekretär Rezzo Schlauch (Grüne) und der Landtagsabgeordnete Thomas Poreski (Grüne).
Philipp Maußhardt, pädagogischer Leiter der Reportageschule und selbst Journalist, freut sich über das Engagement des Lan-des, „weil damit auch die Anstrengung der letzten Jahre aner-kannt wird, trotz finanziell knapper Mittel angehenden Journalisten eine gute Ausbildung zu bieten.“ Viele Dozenten hätten in den letzten Jahren aufgrund der Unterfinanzierung sogar auf ihr Honorar verzichtet.
Seit Oktober des vergangenen Jahres ist die Zeitenspiegel-Reportageschule in einem denkmalgeschützten Gebäude im Zentrum Reutlingens angesiedelt. Statt einer Abschlussprüfung schreibt jeder Lehrgangsteilnehmer mindestens eine große Reportage und mehrere kleinere Beiträge für das Reportagemagazin „Go“, der Abschlussarbeit eines jeden Lehrgangs. Jedes Jahr verlassen zwölf Reporter die Schule. Viele von ihnen arbeiten zunächst freiberuflich für große deutsche Magazine und überregionale Redaktionen.










