(openPR) Eine Ausstellung des Städtischen Museums Kitzingen geht auf Wanderschaft:
Eröffnung am 6. Juni um 19.30 Uhr im Kirchenburgmuseum Mönchsondheim.
Vortrag zur Einführung in das Thema: Prof. Dr. Frank Falkenstein.
Im September 2009 erörterten auf Initiative des Städtischen Museums Kitzingen Vertreter der Kommunen, des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Universität Würzburg Maßnahmen, um die durch Raubgräberei bedrohte Höhensiedlung auf dem Bullenheimer Berg denkmalpflegerisch zu schützen und archäologisch zu erforschen.
Man beschloss die Durchführung eines Airborne Laserscannings vom Bullenheimer Berg als Grundlage für eine Bestandsaufnahme des Bodendenkmals und seine künftige Erforschung, ein weiteres Ergebnis war die Aufnahme der Kooperation des Lehrstuhls für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Würzburg im Jahr 2010 mit dem Archäologischen Netzwerk Kitzinger Land (ArchNetKL), einer Arbeitsgruppe des Städtischen Museums Kitzingen.
Im Jahr 2010 nahm der Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Würzburg nach einer rund zwanzigjährigen Pause neue Feldforschungen auf dem Bullenheimer Berg auf. Im Rahmen von studentischen Praktika wurden bisher in vier Kampagnen archäologische Prospektionen und Ausgrabungen durchgeführt. Im Gegensatz zu den Forschungen der 1980er Jahre bedienen sich diese Unternehmungen neuer Methoden und Techniken der Archäologie. So sind in Zusammenarbeit mit dem Würzburger Lehrstuhl für Geodynamik und Geomaterialforschung aufschlussreiche archäometrische Materialuntersuchungen begonnen worden.
Darüber hinaus führt das Archäologische Netzwerk Kitzinger Land (ArchNetKL), in Kooperation mit der Universität Würzburg regelmäßige und systematische Feldbegehungen im Umland des Bullenheimer Berges durch.
Die aktuelle Ausstellung soll als Wanderausstellung in der Region Kitzinger Land über die Methoden und ersten Ergebnisse des Forschungsvorhabens informieren und bei den Landkreisbewohnern um Akzeptanz für das archäologische Projekt werben.
Dabei liegt es durchaus in der Absicht der Konzipienten, aufzuzeigen, dass die Bedeutung des Bullenheimer Berges nicht in seinen Schätzen, sondern in den Befunden seines Bodendenkmales zu suchen ist, die nun erstmals durch den Einsatz modernster Methoden der Forschung ausgewertet werden können.
Zugleich ist die Ausstellung, der auch der am 6. Juni erscheinende Begleitband (ISBN 978-3-924694-27-2) gewidmet ist, als Referenz gedacht für alle Körperschaften, Gemeinden und Einzelpersonen aus Unter- und Mittelfranken, die durch ihre finanzielle Förderung und engagierte Unterstützung dieses interkommunale, archäologische Forschungsprojekt ermöglichen. Die Ausstellung steht daher auf Abruf den Gemeinden der Region zur Verfügung.
Nähere Informationen:
http://www.kitzingen.info/aktuelles.0.html#c1803















