(openPR) Die französische Filmindustrie erreicht mit 272 Produktionen ihren Höchststand – die Anzahl der ausländischen Koproduktionen steigt
Nach Angaben der staatlichen französischen Filmförderungsbehörde CNC sind die Anzahl und das Finanzierungsvolumen von französischen Filmen 2011 im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert geblieben. Insgesamt 207 Filme wurden mit einem Aufwand von 1,12 Milliarden Euro finanziert. Dagegen konnten die Koproduktionen mit ausländischer Mehrheitsbeteiligung letztes Jahr ein historisches Rekordniveau erzielen: 65 Filme gegenüber 58 im Vorjahr.
Durch die Ausrichtung von Veranstaltungen, wie das jährliche Filmfestival von Cannes und das Festival des amerikanischen Films in Deauville, bietet sich Frankreich als privilegierter, europäischer Standort für Film- und audiovisuelle Produktionen an. Die Oskars für den Film ‚The Artist‘ oder der Erfolg des Films ‚Ziemlich beste Freunde‘ bestätigen die internationale Ausstrahlung und Dynamik des französischen Films. Zu den in Frankreich gedrehten Auslandsproduktionen zählten letztes Jahr die Filme ‚Sherlock Holmes 2‘ (USA) und ‚Chinese Zodiac‘ (China), die TV-Serien ‚Death in Paradise‘ und ‚Merlin 4‘ (GB) sowie die kürzlich von Clint Eastwood (‚Hereafter‘), Martin Scorsese (‚Hugo Cabret‘) und Woody Allen (‚Midnight in Paris‘) gedrehten Kinofilme. Auch die Animationsbranche konnte sich mit ihren visuellen Digitaleffekten bei internationalen Produktionen wie beispielsweise ‚The Lorax‘ (Einnahmenrekord in den USA) oder dem kommenden Film von Wong Kar-Wai ‚The Grandmasters‘ behaupten. In den Bereichen Spezialeffekte und 3D genießt Frankreich mit Unternehmen wie Mac Guff, Buf Compagnie oder Mikros einen exzellenten Ruf. Untermauert wird die Attraktivität des französischen Marktes durch Niederlassungen der Fox Searchlight Pictures, einer Tochtergesellschaft der Twentieth Century Fox, den Walt Disney Studios Motion Pictures France, der NBC Universal Global Networks France und der Sony Pictures France.
Für David Appia, Präsident der französischen Agentur für internationale Investitionen (AFII), steht fest: „Koproduktionen mit ausländischer Mehrheitsbeteiligung haben letztes Jahr ein Rekordniveau erreicht. Zurückzuführen ist dieser Trend im Wesentlichen auf die Qualität der französischen Fachkräfte, Techniker, Ton- und Bildingenieure. Außerdem bietet Frankreich fast alles, was das Herz eines Filmemachers begehrt - ob Sehenswürdigkeiten oder landschaftliche Vielfalt. Auch die Transport- und kommunikationstechnischen Infrastruktureinrichtungen sowie die Leistungskraft des öffentlichen Dienstes tragen zur Attraktivität des Standortes Frankreich für ausländische Investoren auf diesem Gebiet bei.“
Hinzu kommt die Einführung des Systems der „internationalen Steuergutschrift“ (C2I), das im europäischen Vergleich derzeit den größten Anreiz für ausländische Investoren bietet. Diese Steuergutschriften decken bis zu 20 Prozent der in Frankreich aufgewendeten Kosten ab. Auch die Gebietskörperschaften unterstützen die Film- und audiovisuellen Produktionen mit verschiedenen Förderprogrammen.
Für den Erstkontakt mit ausländischen Filmschaffenden ist Frankreich gut aufgestellt: Während die Filmkommission „Film France“ beispielsweise Kontakte zwischen ausländischen Produzenten und französischen Produktionsgesellschaften herstellt, wird der reibungslose Produktionsablauf durch ein Netzwerk von so genannten „bureaux d’accueil de tournage“ gewährleistet. Diese sind aufgrund ihrer besonderen Ortskenntnisse auch bei der Drehortsuche behilflich. Die Filmstudios im Großraum Paris, in der südfranzösischen Region PACA sowie in Lille oder Lyon eignen sich für Produktionen mit weltweiter Ausstrahlung.
Bildunterschrift:
Von Spielfilmen bis hin zu Animationen: Internationale Produktionsfirmen finden in Frankreich günstige Voraussetzungen, um ihre Filme zu produzieren.













