(openPR) Joe Barnes hat sich der monochromen Malerei verschrieben und zählt auf diesem Gebiet zu den Künstlern der ersten Generation. In seiner Reduktion, Klarheit und Konsequenz schafft Barnes ein Werk, das sich ganz der Auseinandersetzung mit der Farbe widmet. Die Farbe ist das wichtigste Element seiner Malerei, ist zugleich Thema und Motiv, denn er löst sie aus dem Dienst der Form und bringt sie als autonomen Wert zur Geltung.
Seine Leinwandbilder waren Anfang der sechziger Jahre, als Barnes seine Künstlerlaufbahn begann, bis in die späten Achtziger ausschließlich weiß. Dann begann er mit leichtem Pastell auf Papier mit Farbe zu experimentieren. Durch die Ausdruckskraft einer einzigen, flächendeckenden Farbe erschafft Barnes Bilder von einer höchst eindringlichen Präsenz. Die vielen lasierenden Farbschichten auf quadratischen oder rechteckigen Bildträgern steigern den Farbwert zu einer außergewöhnlichen Intensität und beginnen bei längerer Betrachtung zu vibrieren. Diese Vibration erzeugt sowohl eine meditative Ruhe als auch eine emotionale Kraft.
In seiner 2011 begonnenen Werkserie dient nicht mehr der Pinsel oder die Rolle zum Aufragen des neuen Farbmaterials, sondern der Spachtel. Die haptische Beschaffenheit und die eigenwilligen Tonwerte der nun verwendeten Farbe Interference stellen Barnes vor neue Herausforderungen: Während es ihm in den Arbeiten der letzten Jahrzehnte auf eine möglichst homogene Farbfläche ankam, finden sich nun auffällige Strukturen, die unterschiedliche Richtungen im Werk beschreiben. Die reflektierenden Oberflächen verändern sich lichtabhängig und verwandeln sich in intensivere, lebendige Farbräume, die durch das umgebende Licht bestimmt und permanent verändert werden. Die Bilder dominieren den Raum auf eine ruhige Weise und regen zu einer Feineinstellung unserer visuellen Wahrnehmung an.
Joe Barnes wurde in Detroit, Michigan, geboren und lebt in New York City.
Seit Beginn seines künstlerischen Schaffens erfährt er große Aufmerksamkeit und Anerkennung (Emily Lowe Foundation Award, Pollock-Krasner Foundation Grant, Adolph and Ester Gottlieb Foundation Grant). Seine Arbeiten werden umfassend in Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, in anderen europäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten gezeigt, und befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, einschließlich Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York, und Osthaus Museum, Hagen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Eröffnung am Freitag, 1. Juni 2012, 18-21 Uhr
Ausstellung vom 1. bis 28. Juni 2012:
Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr u.n.V.













