(openPR) Kunden suchen neue Dialoge auf Messen, dies ist einer der wichtigen Tendenzen, die die Gestaltungsmuster von Messeständen wesentlich beeinflussen.
Alte Standbaukonzepte, mit denen Aussteller der mittleren Preisstufe jahrelang gute Erfahrungen gemacht haben, drohen nun zur Abseitsfalle zu werden, denn Kundengespräche finden vermehrt auf anderem Parkett statt.
In der Gesamtbetrachtung wird deutlich, was Untersuchungen voraus gesagt haben:
Bis Ende 2009 haben Aussteller das Design ihres Messestandes sehr behutsam verändert. Heute erwartet der Standbesucher regelrecht neue Akzente, neue Trends in der Umsetzung und veränderte Erscheinungsbilder.
"Alle wissen, dass wir so nicht weitermachen können wie bisher - nicht wirtschaftlich, nicht auf dem Technologiesektor und schon garnicht dort, wo es um Aussagewerte geht." fasst Andreas N. von der DZ Design-Zentrale zusammen. Der Trendscout sagt voraus: "Messestand-Gestaltern, die glauben, dass diese Entwicklung nur andere betrifft, wird man es 2009 noch als Ausrutscher durchgehen lassen. 2012 erfahren wir eine wesentliche Veränderung. Wer am Standdesign spart, wird ca. 30-40 % seiner Kunden verlieren. Das gilt für Aussteller wie für Messebauer gleichermaßen." Der Hintergrund ist einleuchtend: das Sparverhalten führt auf einem durch Wettbewerb gekennzeichneten Markt zum härterem Konkurrenzkampf unter den Anbietenden. Anfangs dreht sich dabei die Preisspirale nach unten, d.h. Messestände werden preiswerter, aber auch vergleichbarer und schließlich unattraktiver.
"In dieser Phase befinden wir uns jetzt.", so N.. Aussteller die bisher mit sogenannten Individualbauten auf Messen Flagge zeigten, gingen dazu über, sich zumindest an preiswerteren Systemkonzepten zu orientieren oder sogar auf die Messeteilnahme zu verzichten. Demonstrationsverhalten nennt das die Kommunikationsforschung.
"Genau in dieser Situation tritt das Design wieder auf den Plan." konstatiert N. abschließend. Der Trend zur preiswerten Einförmigkeit fordert den Wettbewerb in Form von guter Gestaltung geradezu heraus, denn gutes Design ist nicht zwangsläufig eine Geldfrage.
Im Gegenteil: Systembauteile können aufgrund ihrer vielseitigen Anwendbarkeit unauffällig zu Baugruppen verschmelzen, ohne einzeln in den Vordergrund zu treten. Diese Strategie macht IKEA so erfolgreich - die Mischung aus Systemkomponenten, zeitgemäßer Gestaltung und zu der Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
bis 2010: Festhalten an Bewährtem
Was heisst bewährt?
Standbaukonzepte sind im mittleren Preissegment wesentlich von praktischen Anforderungen geprägt: Laufwegen, Raumgrößen, Präsentationsflächen sowie natürlich den Exponaten. Die verwendeten Standbauteile wie z. B. Stützen und Zargen bleiben bei der Gestaltung unbedacht: system as system can be - weil es schon immer schon so war.
2011: Keine Chance für Mittelmäßigkeit
Was heisst mittelmäßig?
Wettbewerber, die sich gegenseitig beobachten und nachahmen werden immer ähnlicher. Der einzige Unterschied bleibt am Ende der Preis und dieser sinkt für alle nach unten. War das, was alle gemeinsam versäumten bis zu diesem Punkt entschuldbar, weil es alle taten, wird spätestens zu diesem Zeitpunkt die eigene Achilles Ferse deutlich, wenn Wettbewerber mit besseren Konzepten fremde Kunden umwerben.
2012: Es wird neu aufgestellt
Was wird anders?
Die Chance dieser Misere lautet: den Trend zu bestimmen und aus starren Strukturen auszubrechen. Nur wer eine Zukunftsvision hat und diese nach aussen darstellt, wird seine Kunden halten.










