(openPR) Vom 6. Juni bis zum 12. August widmet sich eine Ausstellung in der Akademie der Künste dem Zusammenspiel von Sport, Fankultur und Architektur.
Das Jahr 2012 ist ein Sportjahr: Die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine und die Olympischen Spiele in London stehen vor der Tür. Unter dem Titel "Choreographie der Massen: Im Sport. Im Stadion. Im Rausch" widmet sich eine Ausstellung in der Berliner Akademie der Künste noch bis zum 12. August der Beziehung zwischen Sport, Architektur und Fankultur.
Dabei spannt die Schau einen der Bogen vom sakralen Hintergrund des Wettkampfes im antiken Griechenland bis zur Politisierung und Kommerzialisierung sportlicher Großereignisse der Gegenwart. Schwerpunkt der Ausstellung sind Stadienbauten, die von Mitgliedern der Akademie entworfen wurden.
Dabei wird deutlich, dass Stadien schon immer ambivalente Bühnen waren: das begeisternde Sporterlebnis kann zur Projektion von Nationalismus oder Völkerverständigung, Fairness oder Betrug dienen. Nur die Regeln des Spiels und die Inszenierung der Zuschauer bleiben immer gleich.
Die Ausstellung wurde organisiert vom Architekturhistoriker Gert Kähler und von Akademie-Mitglied und Architekt Volkwin Marg kuratiert.
Ein besonderes Angebot für Schüler ab 9 Jahren gibt es in der Ausstellung vom 25. bis 27. Juni, jeweils zwischen 10 und 13 Uhr. Gemeinsam mit dem Architekt, Bühnenbildner und Regisseur Michael Birn können sie ein nachhaltiges Stadion bauen. Dafür sind viele Dinge zu bedenken, neben Solarzellen und Bäumen gilt es auch, für eine U-Bahn-Anbindung und begrünte Parkplätze zu sorgen.
Außerdem können die Schüler neue Sportarten, die ohne Doping auskommen, erfinden, und dafür passende Flächen schaffen.
Neubau am Pariser Platz
Der Neubau der Akademie der Künste am Pariser Platz 4 wurde 2005 eröffnet. Bald nach dem Fall der Mauer hatten sich die beiden Akademien im Westen und im Osten Berlins zusammengesetzt, um über eine gemeinsame Zukunft zu diskutieren. Schnell war man sich darüber einig, dass der Hauptsitz der wiedervereinigten Akademie nur der Standort am Pariser Platz sein könne. 1937 hatte die Akademie hier ausziehen müssen, um Hitlers Architekt Albert Speer und seinem Stab Platz zu machen.
Anfang 1993 bat deshalb die Stadt Berlin Mitglieder der Akademie der Künste, die Architekten sind, Entwürfe zu erarbeiten, wie sich die Mitglieder selbst ihr neues Stammhaus vorstellen - eine solche Chance hat es seit Gründung der Akademie der Künste 1696 noch nie gegeben.
Heute finden am Potsdamer Platz regelmäßig Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und Workshops statt, mit denen die Akademie sowohl neue künstlerische Tendenzen vermitteln als auch das kulturelle Erbe pflegen will.
Die Ausstellung "Choreographie der Massen" ist dienstags bis sonntags von 11 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Architektur-Fans, die in Berlin Hotels günstig buchen (http://www.laterooms.com/de/k12936832_hotel-berlin.aspx?q=3_cheap-hotels) wollen, finden bei LateRooms.com - Der Hotelspezialist (http://www.laterooms.com/de/) eine große Auswahl.













