(openPR) Vorstandssitzung beim Verein Business Partner Mittelstandssoftware:
BPM verlangt Abschaffung der Reseller-Gebühren
Am Dienstag, 15. Mai 2012 hat sich der Vorstand des Business Partner Mittelstandssoftware e. V. (BPM) getroffen um die bisherigen Gespräche mit dem Softwarehersteller Sage und dessen Stellungnahmen zu analysieren und die weiteren Wege abzustecken.
Die Gespräche zwischen dem ERP-Softwarehersteller für den Mittelstand Sage und dem BPM sollen fortgesetzt werden.
Kleine Fortschritte
Mittlerweile gibt es Fortschritte. In einigen Punkten gehen die Parteien aufeinander zu, hören sich gegenseitig zu und versuchen die Zusammenarbeit zu intensivieren. Das Ziel ist ein Ergebnis, das für beide Seiten Früchte trägt.
Nach intensivem Austausch, gab es Ende April eine Stellungnahme von Sage. Hier wurde zumindest erreicht, dass die Bewertung der Neukunden für die Händlermarge überarbeitet werden soll. Sage möchte den Fachhändlern dazu ein neues Modell vorlegen, das ab 01.10.2012 in Kraft treten soll.
Sage hält an Margenkürzung fest.
Nicht rühren möchte der Softwarehersteller an seinem Vergütungssystem (LEO). Hier werden die Händler unter verschiedenen Kriterien eingestuft. Diese Kriterien wurden im Laufe der letzten Jahre immer wieder verschoben. Zu Lasten der Händler. Obwohl Sage per Presseerklärung gerade mitgeteilt hat, dass ein hervorragendes Geschäftsergebnis erzielt wurde, sollen die Händler 50 % mehr Umsatz machen, um ihre Margen zu erhalten. Die gefeierte Rendite-Steigerung war nur mit Rendite-Verlust der Händler möglich. Sage war im System lediglich zu der kleinen Änderung bereit, insolvente Endkunden aus der Bewertung heraus zu nehmen, die erhebliche Margenkürzung an sich soll jedoch bestehen bleiben.
Für die Sage-Fachhändler bedeutet dies enorme wirtschaftliche Verluste, die unweigerlich auch zu Qualitätsverlusten bis zur Entlassung von Mitarbeitern führen werden. Am Ende tut sich auch der Hersteller damit keinen Gefallen. Unweigerlich wird hiervon auch der Endkunde betroffen sein und nach Alternativen suchen.
Arbeitsgruppen sollen Software-Qualität steigern.
Der Verein hat zur Verbesserung der Software-Qualität und zur Behebung funktionaler Mängel auf eine Zusammenarbeit zwischen Händlern und Softwarehersteller gedrängt. Daraus ist die Bildung von gemeinsamen Arbeitsgruppen vereinbart worden, die in Kürze ihre Arbeit aufnehmen werden. Als Sprachrohr für die Endkunden wird der BPM-Vorstand seine Fachhändler für diese Gruppen nun bestimmen und hofft hier auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit Sage.
Reseller-Gebühren abschaffen?
Im nächsten Gespräch zwischen dem BPM-Vorstand und der Sage Geschäftsführung soll vor allem der Punkt geklärt werden, wofür Sage den Händlern so enorm hohe Resellergebühren abverlangt. Was bedeuten die Resellergebühren für die Fachhändler? Hat Sage dies jemals vollständig analysiert?Pro Jahr müssen die Händler hier einen fünfstelligen Betrag aufbringen, die Marge der Händler fällt trotzdem, zuletzt mit neuem Preismodell besonders deutlich. Trotzdem kostet jede Mitarbeiter-Schulung, jedes Werbematerial und alle Bewegungen, die mit Sage zu tun haben, extra.
Die Händler schlagen vor, die Resellergebühren vollständig abzuschaffen und dafür klare Preise für die angebotenen Dienstleistungen für Händler zu benennen. Das würde für alle Transparenz schaffen. Vorerst wird der Verein von Sage eine Aufstellung verlangen, was die Händler tatsächlich für ihr Geld bekommen.
Außerdem steht für den Verein Business Partner Mittelstandssoftware fest: Die Margenkürzung bei ständig steigenden Gebühren kann nicht hingenommen werden. Hier muss nun der Softwarehersteller Sage sich bewegen.




