(openPR) Renningen, 18. Mai 2012 – Fehlstellungen des Bewegungsapparates können zu Schmerzen führen. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, führt Manfred Kern seit 2010 in seinem Lauflabor in Renningen (Landkreis Böblingen) Bewegungsanalysen durch.
Jedes Wochenende betreten Helden in kurzen Hosen den örtlichen Fußballplatz, bereit, das Runde in das Viereckige des Gegners zu bolzen. Man hat sich an den Anblick der O-Beine gewöhnt. Aber warum haben gerade so viele Amateur-Fußballer krumme Beine? Nach Ansicht von Sportmedizinern werden beim Fußballspielen die Muskeln auf der Innenseite der Beine stärker belastet als auf der Außenseite. Dadurch können sich die Muskeln verkürzen und die Beine in eine Ball-ähnliche Form biegen. So paradox es klingt, man spricht bei O-Beinen von einer Fehlstellung der Füße.
Fehlstellungen auf Grund einseitiger Belastungen treffen aber nicht nur Fußballspieler und Laufsportler, sondern auch Otto Normalverbraucher. Manchen Menschen liegt der Hang zu Fehlstellungen bereits in der Wiege. Im Laufe der Jahre unterliegt der Bewegungsapparat bei jedem Menschen der Abnutzung. Nicht frühzeitig erkannte Fehlstellungen von Füßen, Beinen, Knie und Hüfte verstärken jedoch die natürliche Abnutzung. Das kann zu Schmerzen nach dem Sport, beim Gehen oder auch schon beim Stehen führen. Selbst ausgetretene Schuhe können mit der Zeit schmerzhafte Fehlstellungen verursachen.
„Wichtig ist deshalb,“ unterstreicht Manfred Kern, „den Bewegungsapparat regelmäßig zu überprüfen und rechtzeitig Korrekturmaßnahmen vorzunehmen. Damit lassen sich Schmerzen vermeiden, bevor sie auftreten.“ Kern hat sich vor zwei Jahren als erster in Baden-Württemberg zum Sensomotorik-Therapeuten ausbilden und zertifizieren lassen. Im Renninger Sanitätshaus Fünfer hat er ein Hightech-Lauflabor eingerichtet, in dem er verschiedene Gang- und Bewegungsanalysen nach dem currex-System durchführt. Im Anschluss an die komplexe computer- und videounterstützte Analyse wird ein individuelles biomechanisches Körperprofil erstellt. Aus diesem leitet Kern seine Schuh- oder Einlagenempfehlungen ab oder schlägt geeignete Kräftigungs- und Stetchingübungen vor.
Sensomotorische Fußeinlagen erzielen bei Fehlstellungen eine besonders positive Wirkung. Sie aktivieren oder hemmen gezielt den betroffenen Muskel zur richtigen Zeit in der richtigen Bewegung und Intensität. „Gerade bei Kindern haben sensomotorische Fußeinlagen große Vorteile gegenüber herkömmlichen. Die mechanische Unterstützung kann auf das Notwendigste reduziert werden, so dass die Einlagen nicht als Fremdkörper empfunden werden,“ versichert Kern. Fehlstellungen ließen sich im Kindesalter sehr schnell und dauerhaft korrigieren. „Fußballer sollten also mit der Gang- und Bewegungsanalyse nicht warten, bis sie in der Altherren-Mannschaft spielen,“ schmunzelt Kern.










