(openPR) Ohne Pferd bin ich Fußgänger
Reutlingen. Im Rahmen eines Marktforschungsprojekts zu den diesjährigen Olympischen Sommerspielen in London haben fünf Studenten der ESB Business School erfolgreiche deutsche Sportler zu ihrer Motivation und Vorbereitung befragt, darunter den Weltmeister im Vielseitigkeitsreiten Michael Jung und den dreifachen Kanu-Weltmeister Max Hoff.
Als Anfang Februar der Startschuss für ein neues Semester an der ESB Business School in Reutlingen fiel, mussten sich die Studenten des 4. Semesters „International Busi-ness“ wieder einmal in Teams zusammen finden und für ein Projekt entscheiden. Im Rah-men der Lehrveranstaltung „Marktforschung und Consulting“, die von Gerd Nufer, Professor für Marketing und Sportmanagement an der ESB Business School, durchgeführt wird, müs-sen die Studenten ihr theoretisch erlerntes Wissen im Laufe des Semesters in einem Projekt praktisch anwenden. Dabei geht es darum, einen Fragebogen zu erstellen, eine Umfrage durchzuführen und auszuwerten. Die Ergebnisse werden Mitte Mai in einer Abschlussprä-sentation vorgestellt. Das Team um Maren Höfler, Kyu Kang, Anna-Carina Pfeiffer, Fiona Rickert und Jenna Wichmann arbeitet seither an einer Marktforschungsstudie zum Thema „Olympia 2012“. Durch die Umfrage sollen die Präsenz der Spiele, die Attraktivität des Aus-tragungsortes und der verschiedenen Sportarten in Deutschland, China und den USA ermittelt werden.
Um auch die Sichtweise der teilnehmenden Athleten kennenzulernen, kontaktierte das Team Sportler verschiedenster olympischer Disziplinen und bat diese um ein Interview. Zu Freuden des Teams war die Resonanz und Teilnahmebereitschaft groß. Das erste Interview führten die Studenten mit Raúl Spank, dem amtierenden Deutschen Meister im Hochsprung, per Internettelefonat (Skype). Obwohl Spank die Qualifikation für Olympia im Mai erst noch bevorsteht, trainiert er bereits für London. Er nahm schon 2008 in Peking für Deutschland an Olympia teil und erreichte damals Rang 5. Diesmal soll es, nach erfolgreicher Qualifikation, nun eine Medaille werden.
Mitte April meldete sich dann noch ein weiterer Sportler auf die Anfrage der Studen-ten: Michael Jung, amtierender Deutscher, Europa- und Weltmeister im Vielseitigkeits-reiten. Die Studenten trafen Jung persönlich auf der Reitanlage seiner Familie in Horb und durften ihm nicht nur Fragen zu seinem Beruf, seinem Pferd und Olympia stellen, sondern ihm auch bei einem Geländeritt mit seinem Spitzenpferd La Biosthetique Sam FBW zu-schauen. Für Jung ist es mit 29 Jahren die erste Teilnahme an den Olympischen Spielen. Auf die Frage, wie sehr sein Erfolg von seinem Pferd abhängig ist, antwortete er gelassen: „Ohne Pferd bin ich ein Fußgänger“. Beeindruckt von der Bodenständigkeit des „Buschreiters“, der seit Kindheitstagen auf dem Pferd sitzt und sein Hobby erfolgreich zum Beruf gemacht hat, beendeten die Studenten nach einer Stunde das Interview mit einem Gruppenfoto zusammen mit Jung und dessen Paradepferd Leopin.
Des Weiteren führten die Reutlinger Studenten ein Telefoninterview mit dem dreifa-chen Weltmeister im Kanu-Einer, Max Hoff. Hoff ist bereits für Olympia qualifiziert und trainiert täglich drei bis sechs Stunden, um gute Chancen auf eine Medaille in London zu haben.
Zuletzt gab es noch ein Interview mit Degenfecht-Olympiameisterin Britta Heide-mann, die mit der Deutschen Damendegenmannschaft beim Weltcup in St. Maur die letzte Chance nutzte und so mit Rang 3 die Teilnahme bei den Sommerspielen in London sicherte.
Die Studenten haben vor, die Erfahrungen und Schilderungen der Sportler in ihre Ab-schlusspräsentationen aufzunehmen, und den Ergebnissen der Umfrage gegenüberzustellen.
Wenn Ende Mai das Semester zu Ende geht, die Ergebnisse der Umfrage ausgewer-tet und präsentiert wurden, zählt für die Studenten in den Semesterferien nur noch eines: Ordentlich die Daumen für unsere deutschen Hoffnungsträger drücken, besonders natürlich für diejenigen, die man persönlich kennenlernen durfte.











