(openPR) Was haben die Vermarktungsstrategien eines Start-Ups, eines Mittelständlers und eines Großkonzernes gemeinsam? Sie alle funktionieren effektiver und erfolgreicher, wenn sie von einem Netzwerk unterstützt werden. Davon berichteten drei Gastdozenten aus der Praxis Studenten aus dem Studiengang International Business im Rahmen des Seminars „Marketing“ bei Wolfgang Zosel, der diesen Einblick in die reale Welt des Marketings initiierte und organisierte.
Nach einem Semester theoretischer Modelle hatten International Business Studenten des zweiten Semesters am Dienstag, 08. Mai endlich die Chance, das bisher Erlernte einem Vergleich mit Praxiserfahrungen gleich dreier sehr unterschiedlicher Geschäftsmodelle zu unterziehen.
Aus dem Tübinger Start-Up Kekswerkstatt war Gründer Sebastian Reza zu Gast. Der Geschäftsführer des mit dem Elevator Pitch Award ausgezeichneten, jungen Unternehmens berichtete von den Herausforderungen, Marketing fast ohne
Budget zu betreiben. Neben dem Fokus auf Onlineaktivitäten und Pressearbeit ist das Zauberwort für den Jungunternehmer Netzwerken. Ohne die strategische Nutzung vorhandener und systematische Schaffung neuer Kontakte, wäre der Entrepreneur kaum ein Jahr nach der Gründung schon erfolgreich genug, um fünf weitere Mitarbeiter zu beschäftigen.
Andere Voraussetzungen begegnen Uwe Salzer alltäglich, wenn er seine Arbeit für den Flugzugsitzhersteller ZIM aufnimmt. Der Vice-President Research and Development berichtete von der Entwicklung des Mittelständlers vom reinen Serviceunternehmen zum Zulieferer der Flugzeugindustrie.
In einem Markt, in dem kurze Lieferzeiten und hohe Qualität Trumpf sind, hat ZIM das passende Segment gefunden. Wie bei der Kekswerkstatt ist ebenso beim Zulieferer von Boeing und Airbus der Schlüssel zum Erfolg das solide Netzwerk, welches sich das in Markdorf ansässige Unternehmen in der Zeit als Dienstleistungsunternehmen aufbauen konnte. Auch wenn Messepräsenzen für Wahrnehmung bei potentiellen Kunden sorgen; eine richtige Marketingabteilung ist aufgrund des großen Potentials innerhalb der gefundenen Nische nicht notwendig. Kunden ordern bereits so hoch frequentiert, dass eine Verdoppelung der Fertigungskapazität geplant ist.
ls Vertreter eines Konzerns stellte Dr. Ivica Durdevic die e-Bike-Sparte von Bosch vor, die er als Marketing Director betreut. Im Kontrast zu seinen Vorrednern berichtete er von den detaillierten und langwierigen Analysen, derer es bedurfte, bis die Entscheidung gefällt wurde, den E-mobility-Markt in Angriff zu nehmen. Die deutlich differenziertere Marketingstrategie, in deren Darstellung die Studenten viele theoretische Konzepte des vergangenen Semesters wieder fanden, gipfelt jedoch auch in der Erkenntnis, dass durch die Nutzung des Netzwerkes, welches durch langjähriges, erfolgreiches Agieren der Firma Bosch sehr weitläufig ist, Aktivitäten am Markt leichter angenommen werden.
Allen drei Unternehmen ist es gelungen, sich dank Wettbewerbsvorteilen und erfolgreichem Netzwerken gegenüber der Konkurrenz sicher zu positionieren –ob Pläne nun für eine Woche oder 20 Jahre gemacht werden.










