(openPR) Synapsis Bridge Control, die neue Generation der Integrierten Brücke von Raytheon Anschütz, hat als weltweit erstes System die Typzulassung nach den Performance Standards für Integrierte Navigationssysteme (INS) der IMO erlangt. Das Zertifikat wurde Anfang Mai offiziell durch den Germanischen Lloyd (GL) an Raytheon Anschütz ausgehändigt.
Die INS Performance Standards sind in der IMO Resolution MSC.252(83) spezifiziert und gelten für alle Neubauten ab dem 1. Januar 2011, die mit Integrierten Navigationssystemen ausgerüstet werden. Gemäß den neuen Vorschriften integriert ein INS die nautischen Aufgaben der einzelnen Navigationssysteme, wie zum Beispiel Kollisionsverhütung, Routenplanung und Routenüberwachung, Navigationsdatenkontrolle, Statusüberwachung und Alarm Management, auf Multifunktionsdisplays.
Harald Bluhm vom Germanischen Lloyd sagt bei der Übergabe des Zertifikats: „Der GL ist damit weltweit die erste Klassifikationsgesellschaft, die ein Integriertes Brückensystem nach den neuen INS Performance Standards zugelassen hat.”
Andreas Lentfer, zuständig für Business Development bei Raytheon Anschütz, erklärt: “Die neuen IMO Vorschriften und die Synapsis-Brücke konzentrieren sich auf zwei Schwerpunkte: Mehr Sicherheit durch Systemintegration und einfachere Bedienung.“
Die neuen Standards tragen durch die Forderung nach einem höheren Integrationsgrad und zusätzlichen Systemfunktionen dazu bei, Navigation sicherer und die Bedienung der Geräte auf der Brücke effizienter und einfacher zu machen. Eine wesentliche Verbesserung stellt das neue “Consistent Common Reference System” dar, das als Komponente des Datenmanagements in einem INS die konsistente Verteilung von Sensordaten an alle Empfänger im Navigationssystem regelt. Dabei überwacht das System alle Navigationssensoren und wählt automatisch die besten verfügbaren Sensorinformationen für die Verteilung aus. Darüber hinaus sorgt eine neue, intelligente Klassifikation und Verarbeitung von Alarmen, Warnungen und Hinweisen im Rahmen eines zentralen Alarmmanagements dafür, dass auf der Brücke unnötige Mehrfachalarme vermieden werden können – eine signifikante Stressreduktion für die Schiffsführung.
Das Kernelement von Synapsis Bridge Control sind die neuen Multifunktionsdisplays, mit denen Einzelarbeitsplätze wie Radar, Elektronische Seekarten oder Conning ersetzt werden können. Durch den Einsatz von neuen, standardisierten PCs und Softwarekomponenten können Brückensysteme flexibel für die Anforderungen verschiedener Schiffe angepasst werden. Eine neu entwickelte Integrationsplattform wird dabei Teil eines jeden Arbeitsplatzes, um Konfigurationen, Stati und Funktionen zu verwalten, aber auch um Schnittstellen für Updates und zukünftige Systemerweiterungen bereitzustellen.












