(openPR) Betritt man in diesen Tagen das Gelände der Waldbühne in Sigmaringendorf, so spürt man deutlich, dass die neue Spielzeit bevorsteht: An allen Ecken und Enden wird gewerkelt, gebastelt oder geprobt, um bis zu den Premieren fertig zu werden. Ab Mai ist nun auch wieder die telefonische Vorbestellung von Karten für die beiden Stücke „Das Haus in Montevideo“ und „Schneewittchen“ möglich.
In einem Filzworkshop haben die sieben Zwerge bereits ihre eigenen Kopfbedeckungen fertiggestellt, die Choreographie für das berühmte Märchen von Schneewittchen wird am kommenden Wochenende mit Unterstützung einer Theaterpädagogin einstudiert und auch an der Sprechweise des Spiegels („Frau Königin, ihr seid die schönste hier...“) wird derzeit kräftig gefeilt – Regisseur Matthias Henne und sein Team verbringen schon wieder jede freie Minute auf der Freilichtbühne, um bis zum 16. Juni, dem Tag der Premiere, alles auf den Punkt fertig zu bekommen.
Der Spielleiter im Erwachsenenstück, Joachim Link, hat noch ein paar Tage mehr Zeit, Premiere für das „Haus in Montevideo“ ist erst am 7. Juli. Fleißig am Arbeiten ist er aber auch schon: In den Proben werden einer Horde junger Damen verführerische Bewegungen beigebracht – schließlich sollen ein tugendhafter Gymnasiallehrer und ein naiver Pastor die Schönheiten irrtümlich für Freudenmädchen halten.
Parallel dazu wird an den Kostümen und den Requisiten genäht und gebastelt. Wie Link weiß, wirkt das Naturtheater schon durch die Größe der Anlage erst dann wirklich überzeugend, wenn alle Details vom Schauspiel über die Ausstattung bis hin zur Technik ausgearbeitet sind.
Während die Regisseure an ihren Stücken feilen, werkeln die Bühnenbildner um den neuen Bühnenmeister Achim Speker Samstag für Samstag eifrig an Gebäuden, Podesten und Treppen. Wie immer gestalten die Sigmaringendorfer ihre Bühne komplett in Eigenregie und auf ehrenamtlicher Basis – ein enormer Aufwand, der hier Jahr für Jahr betrieben werden muss. Aber es lohnt sich, wie Pressesprecher Alexander Speh bestätigt: „Wir haben jetzt seit 2006 kontinuierlich steigende Zuschauerzahlen, mit einem absoluten Besucherrekord im Vorjahr, das ist die schönste Belohnung, die man für diese Arbeit bekommen kann!“
Dass diese Zahlen auch 2012 wieder erreicht werden, könnte schwierig werden: Aufgrund kalendarischer Gegebenheiten gibt es in diesem Jahr von beiden Stücken je eine Aufführung weniger als im Vorjahr. Dadurch dürften, so die Erfahrungen der Waldbühne-Verantwortlichen, die Karten gegen Saisonende hin knapp werden. Speh empfiehlt daher, frühzeitig Karten vor allem für Aufführungen in der ersten Saisonhälfte zu reservieren.
Während der Internetkartenverkauf bereits seit März läuft, können nun seit dieser Woche auch telefonische Kartenbestellungen entgegengenommen werden. Das Kartentelefon unter 07571/3520 ist auch in diesem Jahr wieder werktags von 18-20 Uhr und am Wochenende ab 10 Uhr besetzt. Da auch der Kartenvorverkauf vollständig von Ehrenamtlichen übernommen wird, bitten die Waldbühneverantwortlichen um Verständnis, falls es im Einzelfall dazu kommen sollte, dass das Kartentelefon einmal nicht erreichbar ist.









