openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Verbraucher doch nix doof

(openPR) Jeder Bürger wirft jährlich 82 Kilogramm Essen in den Müll

"Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und Ressourcen zu schonen", sagte Bundesministerin Ilse Aigner am 27. März 2012 in Berlin zum Auftakt der BMELV-Initiative "Zu gut für die Tonne". Deshalb sei es richtig, "sich auf die gesamte Kette von der Landwirtschaft, über die Industrie und den Handel bis hin zum Verbraucher zu konzentrieren". Und weil ein großer Teil der vermeidbaren Lebensmittelabfälle in den Privathaushalten anfällt - jährlich 82 Kilogramm pro Person -, hat das BMELV die Infoseite www.zugutfuerdietonne.de erstellt.




VZBV: Drei Viertel der Verbraucher interpretieren das Mindesthaltbarkeitsdatum richtig

Dem Verbraucher wurde in der jüngsten Vergangenheit in Medienberichten immer wieder vorgeworfen, das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verbrauchsdatum zu verwechseln und somit Lebensmittel in den Müll zu werfen, die eigentlich noch gut essbar seien. "Doch allein eine Aufklärungskampagne zum Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum wird es nicht richten", zeigt sich Gerd Billen, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) überzeugt. Denn eine aktuelle Umfrage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen habe gezeigt, dass drei Viertel der Verbraucher die Daten korrekt interpretierten. Zudem trage da Gros entsorgter Lebensmittel - wie Obst, Gemüse und Backwaren - gar kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Sei Vorschlag: "Verbraucher müssen besser kalkulieren, Hersteller und Handel Anreize wie Jumbo-Verpackungen überdenken".


Handel vs. Haushalte: 4 zu 80

In Deutschland gibt es rund 41.000 Lebensmittelhändler. Und jeder wirft pro Tag 25 Kilogramm Nahrungsmittel in den Müll - das entspricht 310.000 Tonnen pro Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des EHI Retail Instituts. Das hört sich zunächst viel an. Doch diese Zahl entspricht lediglich 1,1 Prozent der bezogenen Lebensmittel. Das größere Problem liege beim Verbraucher selbst, belegt das Institut mit folgender Umrechnung: Geht man davon aus, dass jeder Händler durchschnittlich 2.000 Verbraucher versorgt, beträgt der jährliche Verlust im Handel vier Kilogramm pro Verbraucher. In den Haushalten selbst hingegen schmeißt jeder Verbraucher jährlich stolze 80 Kilogramm in Müll.


BVL: "Handel geht verantwortungsvoll mit Lebensmitteln um"

Der Handel gehe verantwortungsvoll mit Lebensmitteln um, erklärt Franz-Martin Rausch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL): "Kein Händler wirft gern Lebensmittel weg. Das ist moralisch verwerflich und betriebswirtschaftlich unsinnig. Lebensmittelverluste lassen sich allerdings nie gänzlich vermeiden. Der Lebensmittelhandel ist sich seiner Verantwortung bewusst und versucht, eigene Verluste soweit wie möglich zu minimieren". Die Unternehmen arbeiteten mit neuen Warenwirtschaftssystemen, die mit Prognosewerten das Sortiment dem tatsächlichen Bedarf der Kunden anpassen. "Und einige arbeiten schon mit Schneidemaschinen, die über eine integrierte Waage verfügen, so dass jede Portion das exakte Gewicht erreicht", erklärt Ralf Steinhilber, Director Food Processing Market and Technology beim Unternehmen Bizerba. Das so genannte Give-Away ließe sich um rund 15 Prozent reduzieren und Unterfüllungen vermeiden.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 626744
 1178

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Verbraucher doch nix doof“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von KLARTEXT ONLINE

Im Kampf gegen dunkle Ecken im Industrieservice
Im Kampf gegen dunkle Ecken im Industrieservice
Formulierungsvorschläge und Erläuterungen sollen Klarheit schaffen Verträge im Industrieservice benötigen ein umfassendes Regelwerk, um Dienstleistungen bedarfsgerecht anbieten und Kundenbedürfnisse gezielt berücksichtigen zu können. Um besonders kleine Unternehmen mit den "Gepflogenheiten der Branche" vertraut zu machen, hat das WVIS Formulierungsvorschläge erarbeitet und mit Erläuterungen versehen. Zu den Themen zählen Liefer- und Leistungsumfang, Projektdaten und Ansprechpartner sowie Auftraggeberpflichten und Abnahmeregelungen. Von diese…
Werden unsere Süßigkeiten teurer?
Werden unsere Süßigkeiten teurer?
Paradoxon: Zuckerknappheit trotz Rekordernte Die Süßwarenindustrie steht bei dem für sie wichtigsten Rohstoff, dem Zucker, schon seit Monaten vor einer paradoxen Situation: In Europa ist der Zucker knapp, und das trotz einer Rekordernte bei den Zuckerrüben. Woran das liegt? Am europäischen Quotensystem, dass den Zuckermarkt für die Lebensmittelproduktion künstlich verknappt und so den Preis nach oben treibt. Der Grundgedanke war dabei ursprünglich löblich: Brüssel beschloss, dass nur 85 Prozent des europäischen Zuckerverbrauchs in Europa h…

Das könnte Sie auch interessieren:

Mut und Konsequenz gefordert
Mut und Konsequenz gefordert
VERBRAUCHER INITIATIVE zur Abstimmung über den „Bundes-Smiley“ Berlin, 19. Mai 2011. Wenn die Verbraucherminister der Bundesländer heute über ein bundeseinheitliches System abstimmen, mit dem die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung unmittelbar sichtbar gemacht werden können, dann ist dies eine gewaltige Chance für Verbraucher und Wirtschaft. …
Bild: Was tun, wenn die Lebensversicherung nicht mehr gezahlt werden kann?Bild: Was tun, wenn die Lebensversicherung nicht mehr gezahlt werden kann?
Was tun, wenn die Lebensversicherung nicht mehr gezahlt werden kann?
Die Lebensversicherung, des Deutschen liebstes Kind im Bereich Altersvorsorge, zumindest in der Vergangenheit, wird für viele Verbraucher dann zum Problem, wenn sie gegenüber dem Lebensversicherer in Zahlungsschwierigkeiten geraten. So erklärt der Bundesverband der Verbraucherzentralen, dass viele Verbraucher bei Vertragsabschluss das Risiko unterschätzt …
Verbraucherrechte stärken
Verbraucherrechte stärken
VERBRAUCHER INITIATIVE zum Weltverbrauchertag Berlin, 11.03.2013. Die jüngsten Lebensmittelskandale zeigten einmal mehr, wie komplex und damit fehleranfällig die Lebensmittelproduktion ist. Dabei wurde deutlich, dass sämtliche Kontrollinstanzen versagt haben. Anlässlich des Weltverbrauchertages fordert die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. ein wirksameres …
Bild: EuGH: „Sie haben gewonnen“ – Werbung ist unzulässig, wenn noch Kosten entstehenBild: EuGH: „Sie haben gewonnen“ – Werbung ist unzulässig, wenn noch Kosten entstehen
EuGH: „Sie haben gewonnen“ – Werbung ist unzulässig, wenn noch Kosten entstehen
Werbepraktiken, bei denen einem Verbraucher mitgeteilt wird, er habe einen Preis gewonnen, sind verboten, wenn der Verbraucher für die Entgegennahme des Preises noch bestimmte – seien es auch nur geringe Kosten – übernehmen muss. Das hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) mit einem Urteil vom 18.10.2012 deutlich gemacht. Bei dem Rechtsstreit …
Bild: Keine Telefonnummer für Kunden im Online-HandelBild: Keine Telefonnummer für Kunden im Online-Handel
Keine Telefonnummer für Kunden im Online-Handel
Der Europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 10.07.2019 zum Aktenzeichen C-649/1 entschieden, dass eine Online-Plattform wie Amazon nicht verpflichtet ist, dem Verbraucher vor Vertragsabschluss stets eine Telefonnummer zur Verfügung zu stellen, sondern dass auch ein anderes Kommunikationsmittel ausreicht, über das der Verbraucher schnell mit dem Unternehmen …
Überschuldungslage deutscher Verbraucher trübt sich nochmals ein – Sparneigung geht zurück
Überschuldungslage deutscher Verbraucher trübt sich nochmals ein – Sparneigung geht zurück
Das SchuldnerKlima in Deutschland trübt sich im Herbst 2013 erneut deutlich ein. Der SchuldnerKlima-Index liegt aktuell bei 99,2 Punkten - deutsche Verbraucher befinden sich derzeit in einer eher angespannten Überschuldungslage (Sommer 2013: 102 Punkte). Das ist das Ergebnis einer bundesweiten und bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung von rund …
Bild: Ökostrom beziehenBild: Ökostrom beziehen
Ökostrom beziehen
VERBRAUCHER INITIATIVE empfiehlt Stromanbieterwechsel Berlin, 12. März 2008. In Deutschland sind derzeit rund 25 Kohlekraftwerke geplant. Sollen die internationalen Klimaschutzziele erreicht werden, ist jedoch eine deutliche Wende bei der Energieversorgung notwendig. Verbraucher können dazu beitragen und auf Öko-Strom umsteigen, empfiehlt die VERBRAUCHER …
Überschuldungsrisiko der deutschen Verbraucher ist im Sommer 2015 spürbar gestiegen
Überschuldungsrisiko der deutschen Verbraucher ist im Sommer 2015 spürbar gestiegen
… zu überschulden, ist in diesem Sommer somit wieder besonders hoch. Das ist das Kernergebnis der aktuellen repräsentativen Sommerumfrage von Boniversum. „Die Konsumlust der deutschen Verbraucher ist in diesem Sommer wieder gestiegen. Die Anschaffungen werden dabei oft mit Krediten finanziert. Somit stehen aktuell wieder mehr Verbraucher vor der Gefahr …
Versandkosten beim Widerruf – Wer zahlt was?
Versandkosten beim Widerruf – Wer zahlt was?
… müssen die erhaltenen Leistungen zurückerstattet werden. Doch gilt das auch für die Hin- und Rücksendekosten? Was ist mit Expresszuschlägen? Und kann der Verbraucher verpflichtet werden, Retourenscheine zu nutzen? Hinsendekosten Die Hinsendekosten sind die Versandkosten, die der Verbraucher im Rahmen der Bestellung bezahlt hat. Diese müssen grundsätzlich …
Gastronomie-Umfrage - Online-Pizzen auf dem Vormarsch – lange Wartezeiten werden bemängelt
Gastronomie-Umfrage - Online-Pizzen auf dem Vormarsch – lange Wartezeiten werden bemängelt
Wuppertal, (29.04.09) - Laut einer internen Marktforschungsstudie des Verbraucherportals Gastro-Order.de bevorzugen von 1.000 befragten Verbrauchern 15 Prozent die Bestellung über das Internet. 42 Prozent wären zwar bereit, über das Internet Speisen zu bestellen, meinen aber, der Online-Bestellweg sei entweder zu unzuverlässig oder zu umständlich. Oder …
Sie lesen gerade: Verbraucher doch nix doof